DLRG-Bezirk Mitglieder leisten fast 70 000 ehrenamtliche Stunden

Die Geehrten der DLRG zusammen mit dem Vorsitzenden Alexander Kley (l.).
Die Geehrten der DLRG zusammen mit dem Vorsitzenden Alexander Kley (l.). © Foto: Heike Feuchter
Gomadingen / Heike Feuchter 16.04.2018

 Ob im Schwimmkurs, am Badesee, im Schwimmbad oder  am Flussufer: Die aktiven Mitglieder der DLRG sind nicht wegzudenken. Wie viel ehrenamtliches Engagement, Zeit und Herzblut in die  Aufgabe der Wasserrettung investiert wird, zeigte die Bezirkstagung auf. 3699 Mitglieder zählen die zwölf Ortsgruppen des Bezirks. Von den Aktiven wurden im vergangenen Jahr über 68 000  ehrenamtliche Stunden geleistet.

Dass der Focus der Arbeit auf der allein schon 18 000 Stunden verschlingenden Ausbildung liegt, zeigte der Bericht des Vorsitzenden Alexander Kley auf. Anfängerschwimmkurse sowie die Ausbildung von Schwimmern zu Rettungsschwimmern seien die Kernkompetenzen des Vereins: „Jedes Kind, dem wir das Schwimmen beibringen, müssen wir nachher nicht retten“ brachte er die Basisarbeit auf den Punkt.

Weitere zahlreiche Stunden verbringen die DLRG´ler zur Unterstützung der Bademeister in Schwimmbädern, sind in der Wasserrettungsgruppe als Taucher, Bootsführer oder Strömungsretter an Gewässern im Einsatz. Sie bilden sich  bei Trainingsabenden fort, haben Bereitschaftsdienst, geben Aquasport, engagieren sich in der Jugendarbeit, im Katastrophenschutz und bei Veranstaltungen – nahezu 70 000 Ehrenamtsstunden.

Dass die Arbeit der DLRG  wertgeschätzt wird, zeigte die Reihe der Gäste, unter denen sich neben Vertretern von Polizei und Feuerwehr auch politische Mandatsträger aus Gemeinde, Land und Bund einfanden. Bürgermeister Klemens Betz zeigte sich froh darüber, dass seine Gemeinde das Sternberghallenbad für die Region und als Übungsstätte für die Ortsgruppe des DLRG erhalten wird – ein gewaltiges finanzielles Vorhaben für die Gemeinde. Er brachte seine Hochachtung zum Ausdruck: „Sie haben unsere Flüchtlinge in ihren Reihen aufgenommen, ihnen genauso das Schwimmen beigebracht wie unseren Schulkindern“.

„Ein automatischer Zugang zum Schwimmen ist nicht mehr selbstverständlich, da immer mehr Bäder geschlossen werden“, wusste  MdB Michael Donth (CDU). Umso beeindruckender seien die Zahlen der Schwimmkurse und Einsätze, die es der Bevölkerung ermögliche, unbesorgt dem Schwimmsport frönen zu können. Die Arbeit der DLRG sei unverzichtbar, sei es am Beckenrand, in der Ausbildung oder im Hintergrund der Verwaltung.

Andreas Glück, in Personalunion als MdL (FDP) und DRK- Kreisverbandspräsident vor Ort, drückte den Dank auf mehreren Ebenen aus. Er dankte für die geleistete Arbeit, für die reibungslose Zusammenarbeit der Blaulichtfraktion im Landkreis und nicht zuletzt als Vater, da sein Sohn erst kürzlich in Gomadingen seine Schwimmabzeichen erworben hatte.

Ehrungen beim Bezirkstag

Verdiente aktive Mitglieder wurden schließlich noch beim Bezirkstag ausgezeichnet. Das Verdienstabzeichen in Bronze erhielt Michael Dirr (OG Dettingen). Das silberne Verdienstabzeichen wurde Christoph Kley, Hans-Peter Sautter,  Martin Christner (alle OG Eningen), Wolfgang Parr (OG Mössingen), Bernd Boßler (OG Bad Urach) und Christina Klopsch (OG Dettingen) verliehen. Mit dem Verdienstabzeichen in Gold wurden Klaus Coconcelli (OG Dettingen) und Achim Fauser (OG Tübingen) ausgezeichnet.

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