Mehrstetten Mehrstetten Alb-Quell Bergsteigergruppe

Die Trochtelfinger Alb-Quell-Bergsteigergruppe war im Tannheimer Tal unterwegs. Übernachtet wurde in der Füssener Hütte.
Die Trochtelfinger Alb-Quell-Bergsteigergruppe war im Tannheimer Tal unterwegs. Übernachtet wurde in der Füssener Hütte. © Foto: Privat
WaS 23.06.2018

Die Alb-Quell Bergsteigergruppe hatte sich in diesem Jahr wieder ein  lohnendes Ziel ausgesucht. Die Teilnehmer hatten sich trotz Staus und diversen Umleitungen nach und nach in Grän, an der Talstation der Sonnenbergbahn bei bestem Wetter eingefunden.

Die meisten Bergwanderer hatten sich für den Aufstieg abseits der Skiabfahrt entschlossen. Hier boten sich nicht nur herrliche Blicke ins Tannheimer Tal, sondern es kamen auch die Blumenliebhaber voll auf ihre Kosten, ist doch der Bergfrühling und damit eine Vielzahl an Alpenblumen und Orchideen erst richtig erwacht. Die Alpenglöckchen (Soltanellen) zeugten davon, dass hier noch vor kurzem Schnee lag, sind sie doch die ersten Blumen, die vorwitzig ihre zarten Blüten zeigen.

Nach langem, schweißtreibenden Aufstieg zum Hallergernjoch, (1853 Meter), war eine kurze Rast willkommen. Von hier konnte man schon die Füssener Hütte (das Tagesziel) und die Otto-Mayer-Hütte im schönen Reintal gelegen, erspähen.

Eine kleiner Gruppe hatte es vorgezogen, sich von der Bergbahn zum Füssener Jöchl tragen zu lassen, um von hier über die Vilser Scharte die Große Schlicke (2060 Meter), zu besteigen. Wenn auch keine schwierige Bergtour, forderte diese doch über Latschenwurzel, Geröll und felsige Abschnitte einiges an Kraft und Aufmerksamkeit.

Das wurde auf dem Gipfel angekommen durch eine grandiose Aussicht rundum belohnt. Natürlich zogen die zum Greifen nahen  markanten  Gipfel wie Rote Flüh, Gimpel oder Kellenspitze die Blicke auf sich. Aber auch die Zugspitze und der Hochvogel konnten ausgemacht werden. Natürlich bot sich auch Füssen mit den umgebenden Seen und selbst Schloss Neuschwanstein rückte ins Blickfeld.  Bei einer so tollen Schau und bei bestem Wetter viel natürlich die Gipfelrast etwas länger aus, ehe der Abstieg zur Füssener Hütte unter die Wanderschuhe genommen wurde. Dort wartete die schon längst angekommene große Gruppe – schon in Sorge – auf die Gipfelaspiranten.

Ein besonderes Lob hatte an diesem erlebnisreichen Tag die fünfjährige Mia verdient. Hatte sie doch den langen Auf- und Abstieg von Grän zur Füssener Hütte leichtfüßig bewältigt und zeigte noch absolut keine Müdigkeit.

Der direkt bei der Hütte gelegene schöne und interessante Alpengarten vom DAV  Augsburg musste natürlich noch erkundet werden. Allerdings wurde festgestellt, dass man auf der Wanderung mehr Blumen betrachten konnte. Nach gutem Essen und einem gemütlichen Hüttenabend suchte man zufrieden das Nachtlager auf.

Am zweiten Tag hatte die Wettervorhersage dann die Pläne etwas durcheinander gebracht, war doch für den Nachmittag schlechtes Wetter angesagt. So wurde direkt zum Füssener Jöchl aufgestiegen. Eine Gruppe Unentwegter wagten dann doch noch eine  anspruchsvolle Tour zur der als „schwierig“ eingestuften Läuferspitze. Selbst die fünfjährige Mia (vom Vater gut gesichert) meisterte diese Herausforderung und war danach so fröhlich wie am Morgen.

Kaum waren die Gipfelstürmer auf der Sonnenalm (sie machte jetzt ihrem Namen keine Ehre) angekommen, hüllten dunkle Wolken die Gipfel ein, was die Gruppe veranlasste, dem Wetterumschwung zu weichen, und die Tour abzubrechen. Per Gondelbahn schwebte man talwärts, wenn auch der vorzeitige Abbruch etwas weh tat. Es hat sich trotzdem allemal gelohnt, dabei zu sein.

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