Freizeit Livemusik als roter Faden

Münsingen / Westerheim / Von Heike Feuchter 30.07.2018

Das Traditionsfest, ausgerichtet von Stadtverwaltung und Vereinen, zeigte sich erneut als Publikumsmagnet, der mit Programm und Aktionen einen gelungenen Mix aus Unterhaltung, Genuss und Geselligkeit bot. Jeder Besucher verband seine eigenen Wünsche und Vorhaben mit der Veranstaltung: die einen wollten gute Musik hören, Party machen, von Stand zu Stand ziehen, andere freuten sich auf’s gemütliches Beisammensitzen oder genossen das unterhaltende Rahmenprogramm. In Lauben, Zelten oder unterm Sternenhimmel, auf Schlosshof, Kirchplatz oder an der Stadtmauer, am Brunnen oder an der Marktplatzbühne feierten massenhaft Besucher den Sommer.

Das Getränke-und Speisenangebot lud in seiner Vielfalt zum Durchprobieren ein: Zum perlenden Champagner einen mediterranen Teller, zum schäumenden Weizen einen deftigen Schnitzelwecken, eine Fischspezialität zum Pils, eine belegte Seele als Grundlage für den Cocktail oder türkische Köstlichkeiten zum Erfrischungsgetränk? Die Variationen waren vielfältig und wurden am Sonntag noch durch Mittagessensangebote und Kaffeerunden bereichert.

Zum Auftakt am Samstag spielte die Musikkapelle Böttingen auf und die Volkstanzgruppe des Albvereins Dottingen zeigte auf der Bühne ihr Können. Bürgermeister Mike Münzing, flankiert von seinen Festdamen, konnte neben MdB Beate Müller-Gemmeke und ihrem Tross der Alb-Radtour auch die stilvoll und edel gekleideten Fahrerteams des Autokorsos „Oldtimer trifft Moderne“ begrüßen, der auf dem Rathausplatz gastierte. Er freue sich auf ein Fest voller Begegnungen und Atmosphäre, erläuterte Münzing und hob an zu einer Laudatio auf seine Stadt und ihre Bürger: Es sei keine Selbstverständlichkeit, im ländlichen Raum per Bürgerinitiative für die Erhaltung der Geburtshilfe zu kämpfen, einen Freibadneubau zu unterstützen, auf tatkräftige aktive Vereine zählen zu können, sich in großer Zahl für einen krebskranken Jungen typisieren zu lassen und eine Stadtstiftung zu haben, die das Fest auf vielen Ebenen unterstütze.

Nach dem Erklingen des Rathausglöckchens nahm das Fest seinen Betrieb auf. Livemusik zog sich wie ein roter Faden durch den Samstag und leitete durch die dichtbevölkerte Innenstadt: am Marktplatz spielte „Blue Moon“ zu Unterhaltung und Tanz auf, an der Stadtmauer sorgte „Roosewood“ für Partystimmung und der Kult-Benefizrock im Schloßhof hatte mit „Six4Blues“, „Booghk de Doo“ und „Granny’s Nightmare“ drei Bands am Start, die Musikliebhaber aller Generationen begeisterten. Bis weit in die laue Nacht hinein flanierten und feierten die Besucher auf der Partymeile, ließen sich an lauschigen Plätzen nieder, genossen Stimmung und Ambiente.

Am Sonntag ging die Festlichkeit launig weiter und bot ein interessantes Rahmenprogramm: Zu Mittagstisch und Kaffee-Kuchenzeit unterhielten auf der Bühne Musikvereine, Orchester und Tanzaufführungen samt Mitmachprogramm, die Jugendfeuerwehr bot auf dem Rathausplatz ein Spielprogramm für die jüngsten Besucher, der Förderverein Martinskirche zeigte bei Turmführungen die Stadt aus pittoresker Sichtweise. Als Nebenschauplatz außerhalb des Rummels präsentierte der Rathausplatz an beiden Tagen eine Vielzahl von Aktionen und Angeboten: Bei dem Samstagabend dort gastierenden Autokorso faszinierten Fahrzeuge mit Geschichte, Stil und Superlative. Außergewöhnliche Schmuckstücke und Raritäten, von Bentley über Mercedes bis hin zu Rolls Royce, wurden von Organisator Dietmar Helmers vorgestellt und sorgten eine Stunde lang für leuchtende Augen bei den Besuchern. Danach machte sich der Korso samt dem historischen „Durstlöschzug“ der Ulmer Brauerei Gold Ochsen, mit Chefin Ulrike Freund höchstselbst am Freibier-Zapfhahn, wieder auf den Weg. Nach Stars auf vier Rädern folgten am Sonntag Helden auf vier Pfoten: Die DRK- Hunderettungsstaffel gab in Schauübungen Einblicke in Ausbildung und Tätigkeit, nebenan konnten sich die Besucher im 3D-Minigolfen versuchen, in der Hauptstraße boten Boulderwand, Jump-fly und Babyfly weiteren sportlichen Spaß.

Und ein weiterer Hotspot gehörte auch heuer zum Stadtfestbild: Die Gewinnausgabe-Location der Stadtstiftung-Tombola, die erneut mit tollen Preisen aufwartete.

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Bands rockten beim Benefizkonzert den Schlosshof: Six4Blues, Booghk de Doo und Granny’s Nightmare unterstützten das Kinderheim „Spring of Hope“ des Arbeitskreis Maralal.

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