Baach Kurzer Ruck stört das Gleichgewicht

Baach / Heinz Thumm 05.06.2018

Auch die dritten Highlandgames in Zwiefalten-Baach wurden zu einem vollen Erfolg. Schon Stunden vor dem Beginn hielten sich Fans und Zuschauer auf dem Turnierplatz hinter der Radlerherberge auf. Zahlreiche Marktstände und ein herrlicher Blick auf das Zwiefalter Münster boten eine angenehme Atmosphäre. Auf den Baacher Wiesen stand viel Platz zur Verfügung, so dass an mehreren Schauplätzen die Aktivitäten gestartet werden konnten.

Zwei Reiter mit Pferd und Fahnen umrundeten das Areal bevor der Dudelsackverein zum Einmarsch der Teams aufspielte. Festveranstalter Valentin Ott freute sich über die große Beteiligung, Schiedsrichter und Ansager Adrian Ott leitete die Spiele. Neun Mannschaften mit je fünf Teilnehmern stellten sich im Wettkampf und maßen in sechs Disziplinen ihre Kräfte und Geschicklichkeit.

Schon beim ersten Spiel, dem Baumstammslalom, ging ein Raunen durch die Zuschauer, denn die Mannschaften machten sich in verschiedenen Varianten an die Aufgaben. Dabei musste ein etwa vier Meter langer Holzstamm so geschickt und flott durch die Slalomstangen transportiert werden, dass keine Stange berührt wurde. Fast mit jedem Durchgang wurden die Laufzeiten unterboten.

Auf Wunsch eines Fernsehteams wurde das spektakuläre Tauziehen bereits als zweite Disziplin aufgenommen. Hier legten sich die Teams mächtig in das Seil, die Muskeln schwollen an und die Abdrücke in dem Grasboden wurden immer tiefer. Und doch gab es manchmal Überraschungen durch kurzes ruckartiges Ziehen bei dem die gegnerische Mannschaft aus dem Gleichgewicht kam.

Starke Leistungen wurden im Bierkrugstemmen gezeigt. Mit Wasser bis auf das Eichmaß gefüllte Bierkrüge mussten so lange wie möglich hochgehalten werden, bis auch der letzte Mitspieler aufgeben musste.

Auch beim traditionellen Baumstammweitwurf gab es spektakuläre Leistungen. Dank dem sonnigen Wetter wurde der Hindernisparcours zum Wassertragen eine manchmal nasse, aber durchaus erfrischende Sache. Mit Skepsis gingen die Mannschaften und die Zuschauer an das Publikumsspiel „Sauaugenspucken“. Dabei mussten in Schnaps eingelegte Sauaugen so weit wie möglich gespuckt werden.

Nach anfänglichem Zögern meldeten sich dann doch stolze 30 Zuschauer, die sich am Wettbewerb beteiligten. Und das Ergebnis: Zwar wurden drei Sauaugen verschluckt, aber immerhin kam der Sieger des Wettbewerbs mit sagenhaften 7,62 Metern aus dem Kreis der Zuschauer.

Die zahlreichen Zuschauer genossen den sommerlichen Nachmittag auf den Baacher Wiesen. 40 Helfer waren beschäftigt, um die ganzen organisatorischen und technischen Anforderungen zu bewältigen. Die Spiele zogen sich lange hin, waren aber immer spannend und heiß umkämpft.

Bei der abschließenden Siegerehrung übernahm das Team „Schwarzer Keiler“ den Pokal der schlechtesten Mannschaft. Überragender Sieger wurde das Team vom „Bauwagen Hayingen“, das nun auch nach dem dritten Sieg in Folge den Pokal behalten darf. Die gleichzeitig ausgesetzten 50 Liter Bier wird der Mannschaft anhaltend Freude bereiten. Eine Flasche Whiskey erhielt die Mannschaft „Renegades“ als Zweitplatzierter.

Stark verbessert zeigte sich die Baacher Mannschaft „Saustallsaufer Baach“. Als bisheriger Träger der „roten Laterne“ erreichten die fünf Kämpfer diesmal immerhin den fünften Rang.

Mit stimmungsvoller Musik des Dudelsackvereins klangen die dritten Highlandgames in Baach lustig und feuchtfröhlich aus.

Freuen kann sich Valentin Ott, denn er bekam spontan viele Zusagen der Mannschaften auch für die nächsten Highlandgames im Jahr 2019. Bei dem vorhandenen Zuschauerinteresse – immerhin waren es 2000 – dürfte damit auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung folgen.

9

Teams wetteiferten in Baach bei den Highlandgames, die inzwischen zum dritten Mal ausgetragen wurden. Nach den Anmeldungen zum Schluss, gibt es 2019 eine Neuauflage.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel