Fasnet Kniefall vor dem Zunftrat

Karl-Heinz Bachmann wurde als „Fasnet-Stadtmusikdirektor“ von Zunftmeister Daniel Knorr getauft und in die Hayinger Narrenschar aufgenommen.
Karl-Heinz Bachmann wurde als „Fasnet-Stadtmusikdirektor“ von Zunftmeister Daniel Knorr getauft und in die Hayinger Narrenschar aufgenommen. © Foto: Maria Bloching
Maria Bloching 14.01.2018

Endlich ist sie überstanden, die lange Warterei. Mit lautem Geschell hießen die Hayinger Goißa samt Rätschkäthra am Samstagabend die Fasnet willkommen. „Raus aus dem Schrank ond nei ens Narrahäs“, so wünscht es sich Zunftmeister Daniel Knorr.

Begleitet von der stimmungsvollen Blasmusik der Stadtkapelle Hayingen machte sich die Narrenschar zum Kappenturm auf, um dort die Fasnet offiziell zum Leben zu erwecken und neu hinzukommende Hästräger zur Taufe abzuholen. Diese wurde mit einer feierlichen Zeremonie am Goißabrunnen vor dem Rathaus vollzogen.

Neulinge mit dem Narrennamen „Süßbäckgoiß“, „Blockflötenstar“ oder „Rätschgoißkäther“ durften sich vor den Zunftrat niederknien und sich mit Urkunde, Wasserbesprenkelung und „Goißamilch“ in Form von Schnaps in die Narrenschar aufnehmen lassen. Unter ihnen auch Karl-Heinz Bachmann, der bei der Stadtkapelle in der Fasnetssaison den Taktstock schwingt und auf den Namen „Fasnet-Stadtmusikdirektor“ getauft wurde.

Währenddessen erzählte Zunftmeister Knorr in Reimform, wie sich in der Regel ein Sonntag in der närrischen Zeit für einen Narr gestaltet. „Hoch die Gläser, getrunken, geschunkelt und gelacht, das ist das, was Fasnet zur Fasnet macht“. Der ernste Alltag sei für eine kurze Zeit vergessen und man feiere das Leben. Deshalb die Bitte: „Lebt diese Sitte weiter, denn der Brauchtum lohnt sich“, so Knorr. Nicht jeder rechte Mensch sei ein Narr, aber jeder Narr sei ein rechter Mensch, denn er verstehe es, die Gemeinschaft zu pflegen.

So wünschte er seinen Narren ein „Mäck-mäck der Narretei“, die nun in Hayingen offiziell gestartet wurde.