500 Stunden Arbeit im Vorfeld hat allein Udo Markert geleistet, damit die Deutsche Meisterschaft im Segelkunstflug auf dem Hayinger Flugplatz über die Bühne gehen kann. Er ist Vereinsvorsitzender des LSV Hayingen, eines kleinen, aber feinen Vereins mit gerade mal 30 Mitgliedern, die in den nächsten Tagen teilweise rund um die Uhr im Einsatz sein werden.

Nach der erfolgreichen Organisation des Salzmann-Cups im Jahr 2011 hatte man sich gesagt, dass auch die Ausrichtung einer Deutschen Meisterschaft zu stemmen sein müsste, erklärt Udo Markert. Hayingen hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Art Hochburg im Segelkunstflug entwickelt, so- dass dieser Schritt fast zwangsläufig folgen musste. "Zumal wir viele positive Rückmeldungen nach dem Salzmann-Cup aus dem ganzen Land erhalten haben", so Markert. Bei der zuständigen Bundeskommission ging so vergangenes Jahr die Hayinger Bewerbung ein und im November erhielten die Älbler tatsächlich den Zuschlag.

Von diesem Tag an begann für Markert und seine Helfer im Verein die Arbeit. Es galt Genehmigungen einzuholen, die Homepage zu gestalten, ein Festzelt zu besorgen. Sponsoren mussten gefunden werden, ein Ablaufplan der Meisterschaften erstellt, mit Landwirten wegen der Flächen für die Begrenzung der imaginären Box, in der geflogen wird, und vieles mehr. Sichtbares Resultat der vielen Arbeit ist seit einigen Tagen ein großes Eingangstor, das die Besucher begrüßt. Im Festzelt, das längst aufgebaut ist, fällt das große Siegerpodest auf, das eigens für die DM von einem Messebauer angefertigt wurde.

Die Ecken der Box, die den Kunstflugraum begrenzt und einen Kilometer breit, lang und hoch ist, wurden mit Hilfe eines Geocoaching-Teams ermittelt und mit weißer Folie markiert. Die meisten Wettbewerbsteilnehmer campen am Flugplatz, einige und vor allem auch die Schiedsrichter logieren im Gasthof "Kreuz" in Hayingen, das auch das Essen für die Teilnehmer liefert. Die Besucher des Wettbewerbs hingegen werden von Vereinsmitgliedern bekocht und versorgt.

Sechs Schleppmaschinen, unter anderem vom LSV Münsingen-Eisberg, werden im Einsatz sein. Wenn das Wetter mitspielt wird auf dem Flugplatz alle sechs bis acht Minuten ein Start erfolgen. Es wird also ganz schön was los sein auf dem Hayinger Flugplatz. Krönung für die Zuschauer wird der Abschlusstag sein, wenn die Freestyle Challenge auf dem Programm steht, eine völlig neuartige Wettbewerbsform, die in Hayingen ihre Premiere feiert. Geflogen wird mit Rauch, die Flüge können mit Musik untermalt werden, die Figuren von den Piloten frei gewählt werden. "Wenn das bei uns gut funktioniert, soll Freestyle zur neuen und sehr interessanten Wettbewerbsform werden", sagt Markert.