Die solare Klärschlammtrocknung in der Hayinger Kläranlage war seinerzeit ein innovatives Projekt. Doch inzwischen sind 17 Jahre ins Land gegangen und die Steuerung der Anlage durch ein Siemens-Produkt hat mittlerweile ihre Macken. „In den vergangenen vier Wochen sind erhebliche Probleme mit der Steuerung aufgetreten“, erklärte Bürgermeister Kevin Dorner im Gemeinderat. Die Nachfrage bei einem Ingenieurbüro habe ergeben, dass eine Reparatur bedingt durch fehlende Ersatzteile nicht mehr möglich sei und über eine Ersatzbeschaffung nachgedacht werden sollte. Der Austausch der Steuerungsanlage werde schätzungsweise 70 000 Euro kosten, so Dorner. Er schlug vor, die Firma RBS wave aus Stuttgart mit entsprechenden einem Gutachten zu beauftragen, was knapp 5900 Euro kosten würde.

Die Frage, was nicht mehr funktioniere, beantwortete Klärwärter Karl-Heinz Bachmann. Die Steuerung finde Wendepunkte nicht mehr, die Anlage müsse daher immer wieder vom Strom genommen und neu hochgefahren werden. Man habe auch schon mal sieben Kubik gepressten Schlamm von Hand aus der Anlage schaufeln müssen: „Da waren drei Leute einen halben Tag lang beschäftigt“. So war es keine Frage, dass jetzt ein Gutachten erstellt wird.