Wetter Kein Altweibersommer im kühlen September

Die letzten Septembertage waren für die Kartoffelernte wie hier zwischen Gomadingen und Gächingen ideal.
Die letzten Septembertage waren für die Kartoffelernte wie hier zwischen Gomadingen und Gächingen ideal. © Foto: Beate Bittner
Engstingen / Roland Hummel 06.10.2017

Nach sieben Monaten in Folge mit einem Temperaturplus zeigte sich der Frühherbst von einer eher trüben und kühlen Seite. Den nur drei Hochs standen acht Tiefs gegenüber, die im wesentlichen den wechselhaften Monatscharakter prägten.

In der unbeständigen ersten Dekade gab es nur am 5. mit einer Höchsttemperatur von 22 bis 23 Grad einen spätsommerlichen Tag. Auch zur Monatsmitte wechselten sich sonnige Abschnitte mit Regenfällen und Regenschauern ab.

Das erste Sturmtief des Herbstes „Sebastian“ zog mit Spitzenböen von 60 bis 70 km/h über die Albhochfläche hinweg. Die letzte Dekade startete mit einigen trockenen Tagen und herbstlich kalten Nächten. Am 21. wurde örtlich in Erdbodennähe der erste leichte Bodenfrost des Herbstes registriert.

Die letzten Tages des Monats waren erneut ziemlich wechselhaft. Die milden Luftmassen vom Atlantik ließen aber die Temperaturen nochmals auf 18 bis 20 Grad ansteigen, am Monatsletzten schaufelte ein Gewittertief sogar warme Luft bis 22 Grad heran.

Dabei kam es besonders im Raum Hayingen zu einem richtigen Hagelunwetter. Die Landschaft glich dort zeitweise einer Winterlandschaft. Für die fortgeschrittene Jahreszeit ist solch eine Hagel-Intensität recht ungewöhnlich.

Mit einer mittleren Temperatur von 10,3 Grad war der September 2017 um 1,7 Grad kälter als normal. Es war der kühlste September seit sieben Jahren. Die Frühherbstsonne brachte es nur auf 148 bis 155 Stunden (normal 168-175). An insgesamt 20 Tagen fiel Niederschlag (normal 15), doch blieben die Gesamtmengen von 55 bis 65 Millimetern unter den Normalwerten (65 bis 72 Millimeter).