Gemeinderat Kapazitätsgrenze ist bald erreicht

Der Hayinger Kindergarten ist bald vollständig belegt.
Der Hayinger Kindergarten ist bald vollständig belegt. © Foto: Reiner Frenz
Reiner Frenz 23.06.2018

Die Hayinger Kindergärten stoßen im nächsten Jahr an ihre Kapazitätsgrenzen. Vor diesem Hintergrund wird sich die Verwaltung Gedanken machen über Erweiterungsmöglichkeiten. Dies ist das Fazit der Präsentation des Kindergartenbedarfsplans 2018/19, den Kämmerer Manuel Reiner am Donnerstag im Gemeinderat vorstellte.

Seit dem Kindergartenjahr 2013/14 bestehe ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, erinnerte Reiner. Derzeit würden in Hayingen 68 Kinder unter drei Jahren leben. Für Kleinkinder würden 24 Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, was einer Quote von 35 Prozent entspreche, die damit über der des Landes liege (28 Prozent). Nimmt man nur die Kinder zwischen einem und unter drei Jahren, betrage die Versorgungsquote 52 Prozent. Für das Kindergartenjahr 17/18 habe man allen angemeldeten Kindern unter drei Jahren einen Platz zuteilen können.

In Hayingen wachsen aktuell 93 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren auf. Für sie gibt es 81 Betreuungsplätze in Hayingen und Ehestetten. Für alle angemeldeten Kindern habe man einen Platz gehabt. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge werden Ende Juli 2019 alle Plätze in den Kindergärten Tagespflegeeinrichtungen belegt sein, führte Reiner weiter aus. Die Auslastung, die aktuell 92,5 Prozent betrage erhöhe sich somit auf 100 Prozent. Während 2017 ein relativ geburtenschwacher Jahrgang war, werden 2018 wieder deutlich mehr Geburten erwartet, zudem weise die Gemeinde neue Baugebiete aus und auch der Familiennachzug der Flüchtlinge sei zu berücksichtigen, meinte Bürgermeister Kevin Dorner. Er sprach sich dafür aus, dass die Verwaltung sich auf den Weg macht, zu prüfen, wie die Vergrößerung des Hayinger Kindergartens aussehen könne, „damit wir g’richt sind, wie der Schwabe sagt“. An Zuschüssen für die Kindergärten gab es vergangenes Jahr übrigens 187 000 Euro, informierte Reiner die Räte. Beim interkommunalen Kostenausgleich war insgesamt ein Minus von 5300 Euro zu verzeichnen. Einstimmig wurde dem Bedarfsplan zugestimmt.

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