Trochtelfingen / SWP  Uhr
Einstimmig beschlossen: Auf seiner Versammlung sprachen sich die Mitglieder der SPD Sonnenalb für ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen aus.

Rebecca Hummel, Bundestagskandidatin aus Eningen und MdL Klaus Käppeler aus Zwiefalten waren mit vielen Informationen im Gepäck bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Sonnenalb zu Gast. In seinem Rechenschaftsbericht beschrieb Vorsitzender Frank Schröder einen rührigen Ortsverein, der neben der politischen Diskussion auch das gemütliche Beisammensein nicht vergisst. Dabei erinnerte er zum Beispiel an den Besuch des Landtags im April.

Im Juli war dann die Bildungspolitik auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule ein Schwerpunkt. MdL Käppeler und Rektor Ralf Röckel aus Walddorfhäslach diskutierten mit Bürgermeister Bisinger, dem Landeselternbeirat, Gemeinderäten, Lehrern und Eltern über dieses Thema.

Neben dem Wandertag im Oktober entlang des Albtraufs bildete der fünftägige Vereinsausflug nach Brüssel den Schwerpunkt der Jahresaktivitäten. 40 Reiseteilnehmer aus dem ganzen Landkreis erlebten eine unvergessliche Infofahrt ins Herz Europas. Mit Besuchen der Landesvertretung, des Europaparlaments beim Abgeordneten Peter Simon, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Natozentrale in Brüssel sowie Stadtführungen war das Programm dicht gepackt und hochinformativ. Von Helmut Mader organisiert, bildete der schon traditionelle Mutschelabend in Mägerkingen den Auftakt ins neue Jahr.

Der Kassenbericht zeigte erfreuliche Zuwächse. Kassenprüfer Klaus-Dieter Fink schlug die Entlastung des Vorstandes vor, die einstimmig beschlossen wurde. Bundestagskandidatin Rebecca Hummel stellte die geplanten Aktionen für den Dialog mit den Wählern im Rahmen ihres Wahlkampfes vor. Die SPD Sonnenalb versicherte ihrer Kandidatin die volle Unterstützung und beschloss einen Zuschuss für ihre Wahlkampfkasse.

MdL Käppeler hatte dann in seinem Referat zur Landespolitik viel Neues zu berichten: Über den guten Start des neuen Kultusministers Andreas Stoch in der Bildungspolitik, die Polizeireform und finanziellen Zwänge und Kompromisse bei der Beamtenbesoldung. Warum Finanzminister Nils Schmid am Sparkurs festhält, verdeutlichte Käppeler am Ziel: Um bei allen notwendigen Reformen und Altlasten die Schuldenbremse im Grundgesetz einzuhalten, muss das Land bis 2020 ein strukturelles Defizit von 2,5 Milliarden Euro abbauen.

Schließlich hatte der Abgeordnete aber eine besonders für Trochtelfingen gute Nachricht im Gepäck: Nachdem sich im Februar Staatssekretär Rust bei Bürgermeister und Gemeinderäten zur Stadtsanierung kundig machte, kam jetzt vom Finanzministerium die Zusage über 300 000 Euro Förderung. Damit können zum Abschluss der Trochtelfinger Stadtsanierung die Marktstraße und das ehemalige Baywa-Gelände angegangen werden.

Nahezu vier Millionen Euro fließen vom Land für städtebauliche Erneuerung in den Raum von Bad Urach über Metzingen, Münsingen, Römerstein und Burladingen bis Hechingen. Damit können acht Gemeinden weiter investieren. Die Trochtelfinger Gemeinderäte Birgit Schröder und Helmut Mader nahmen die frohe Botschaft aus Stuttgart erfreut zur Kenntnis.

Vorsitzender Schröder stellte eine Initiative aus der Mitte der Partei zum "Alkoholkonsumverbot auf öffentlichen Plätzen" vor. Dieses kommunale Instrument, dringend von Städten und Gemeinden gegen Vandalismus und Exzesse gewünscht, muss durch das Land gesetzlich geregelt werden. Nach kurzer Diskussion befürworteten und unterzeichneten die Genossen mehrheitlich den Antrag.