Hayingen Jeder Einzelne bringt Qualität mit

Sie sind das Hayinger Bauhof-Team (von links): Ottmar Bachmann, Edwin Ruff, Robert Stehle, Alexander Traub und Karl-Heinz Bachmann. Foto: Reiner Frenz
Sie sind das Hayinger Bauhof-Team (von links): Ottmar Bachmann, Edwin Ruff, Robert Stehle, Alexander Traub und Karl-Heinz Bachmann. Foto: Reiner Frenz
REINER FRENZ 04.04.2013
Sie bilden ein ganz starkes Team, die Männer des Hayinger Bauhofs um ihren Chef Ottmar Bachmann, haben sie doch neben den guten fachlichen auch noch respektable kunsthandwerkliche Fertigkeiten.

Bei jeder passenden Gelegenheit spart Hayingens Bürgermeister Robert Riehle nicht mit Lob für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Auf sie ist Verlass, sei es beim Winterdienst oder ganz aktuell beim Umbau von Räumen für eine TigeR-Gruppe in der Digelfeldschule. Vor allem aber gelingt es den Männern um Bauhofleiter Ottmar Bachmann immer wieder, die Ideen des Rathauschefs sehens- und staunenswert umzusetzen. So zieren überdimensionale Orgelpfeifen den Kreisverkehr am südöstlichen Ortsende, ein Ährenbrunnen den neu gestalteten Karlsplatz und demnächst wird ein besonderes Denkmal für die Flurbereinigung in Ehestetten aufgestellt. Das haben die Bauhof-Leute in den Wintermonaten nach einer Idee des Bürgermeisters gestaltet und zusammengesetzt. Es zeigt große weiß-rot lackierte Fluchtstäbe, dazu einen Theodoliten, die Instrumente der Vermessung also, die ein zentrales Thema der Flurbereinigung ist.

Bachmann selbst ist gelernter Maschinenschlosser, arbeitete zehn Jahre lang auf Montage ehe er im März 1994 zum Hayinger Bauhof wechselte. "Als ich anfing stand vorne im Schuppen ein alter Ford Transit und sonst gar nichts". Das hat sich inzwischen grundlegend geändert, ist der Bauhof doch bestens ausgestattet mit Radlader, Schlepper, Puma-Sechstonner und einem kleinen Rasenmäherbulldog. Zur Hälfte war Bachmann zunächst im Bereich Wasser und Kläranlage eingesetzt, wechselte komplett zum Bauhof als Herbert Herter in Rente ging.

Robert Stehle ist sein Stellvertreter und seit September vergangenen Jahres dabei. Er ist gelernter Zimmerermeister. Ihn reizte am Bauhof die Vielseitigkeit der Arbeiten, die es zu erledigen gilt. Den Hayinger Bauhof und seine Leute lernte er auf der Kaplanei-Baustelle kennen. Als die Stelle von Franz Frey frei wurde, bewarb sich der Altheimer und wurde eingestellt. Dritter im Bauhof-Team ist seit 2007 Alexander Traub. Er fing als Ein-Euro-Jobber an. Der gelernte Maler und Lackierer "arbeitete sich hoch" und ist dank seiner guten Arbeit längst voll dabei, kümmert sich vor allem um Malerarbeiten und das Gipsen.

Ebenfalls für die Stadt Hayingen tätig ist Edwin Ruff, der seit August 2012 Wasserwärter und stellvertretender Klärwärter sowie "Faciltity Manager", sprich Hausmeister ist. Er stammt aus Emeringen, hatte zuvor als Maurer einen überaus stressigen Beruf, der ihn auch gesundheitlich mitnahm. Ob in der Schule oder dem Rathaus: Ruff schaut bei den städtischen Gebäuden nach dem Rechten, spricht von einem "super Arbeitsplatz".

Seit gut einem Jahr ist Karl-Heinz Bachmann bei der Stadt beschäftigt, und zwar als Klärwärter und stellvertretender Wassermeister. Der gelernte Lkw-Mechaniker hatte fünf Jahre lang in diesem Beruf gearbeitet und war dann viele Jahre lang Lastwagen gefahren, ehe er sich auf die Stelle in Hayingen bewarb. Genauso wie Ruff ist auch er immer wieder im Bauhof-Bereich im Einsatz. Die Vielfalt der handwerklichen Fähigkeiten, die von den Mitarbeitern des Hayinger Bauhofs mitgebracht wird, macht seine große Stärke aus: "Wir versuchen die Qualität des Einzelnen richtig einzubringen", sagt Ottmar Bachmann. Dass es im Team stimmt, merkt man, wenn man mit ihm und seinen Mitarbeitern spricht und dass auch der Draht zur Verwaltung und dessen Chef ein guter ist bekräftigt Ottmar Bachmann: "Einen besseren Chef wie Robert Riehle kann man nicht haben".

Der Winter hat ihn und seine Männer überdurchschnittlich auf Trab gehalten: "Wir haben 120 Tonnen Salz verbraucht, so viel wie noch nie". Vor zwei Jahren war das neue Salzlager gebaut worden, das 130 Tonnen fasst und jetzt beinahe leer ist. Sollte es noch einmal Frühling werden, stehen die nächsten Aufgaben an. In diesem Jahr sind zwei Brücken, in Anhausen und im Glastal, zu sanieren, und bei einer weiteren im Glastal muss das Geländer erneuert werden. Die Geräte der Spielplätze sind zu kontrollieren, Löcher in den Straßen zu flicken, die Brunnen zu putzen, an der Schule ein neues, großes Spielgerät aufzustellen und vieles mehr. Dann wird man sie wieder in der Stadt sehen, die Männer mit den T-Shirts mit der Rückenaufschrift: "Arbeiten wo andere Urlaub machen".