Indelhausen Jährlich eine neue Herausforderung

Sie haben die alte Mühle für das Fest auf Vordermann gebracht: (links von vorne nach hinten) Gisela Holder, Barbara Hoffmann, Ulrike Schwegler, Traudl Brunner, (rechts von vorne nach hinten) Monika Eberhardt, Lore Herter, Olga Schwegler und Lore König. Foto: Maria Bloching
Sie haben die alte Mühle für das Fest auf Vordermann gebracht: (links von vorne nach hinten) Gisela Holder, Barbara Hoffmann, Ulrike Schwegler, Traudl Brunner, (rechts von vorne nach hinten) Monika Eberhardt, Lore Herter, Olga Schwegler und Lore König. Foto: Maria Bloching
Indelhausen / MARIA BLOCHING 11.08.2012
Die Hoffeste des Ferienrings Schwäbische Alb haben eine lange Tradition und erfreuen sich großer Beliebtheit. Diesmal findet es am Mittwoch, 15. August als Mühlefest beim Sägehof in Indelhausen statt.

Seit 38 Jahren gibt es den Ferienring Schwäbische Alb als Zusammenschluss zahlreicher Gastgeber, die Bauernhof- und Landurlaub anzubieten haben. Der Betrieb von Familie Schwegler trat bereits zu den Anfangszeiten dem Ferienring als Mitglied bei und richtete schon einmal das traditionelle Hoffest aus. In diesem Jahr soll wieder auf dem Sägehof zwischen Indel- und Anhausen gefeiert werden, allerdings wird das Fest auf die alte Getreidemühle ausgeweitet, die einen ganz besonderen Charme besitzt.

Am kommenden Mittwoch dürfen sich die Hoffestbesucher ab 14 Uhr unter dem großen Vordach, unter schattigen Bäumen und in der alten Mühle an liebevoll geschmückten Plätzen niederlassen und regionale Spezialitäten genießen. Denn auf Regionalität wird laut Traudl Brunner, Vorsitzende des Ferienrings, großen Wert gelegt. So stehen auf der Speisekarte neben der obligatorischen Roten Wurst und Pommes auch Spanferkel im Brötchen, Schneckensuppe, Albbüffel-Kutteln, frisches Brot aus dem Backhaus, Wurstsalat, saurer Käs sowie hausgemachte Kuchen und Torten.

Während sich die Mühle mit urigem Ambiente und Bilderausstellung der heimischen Künstlerinnen Maria Bayer und Agnes Lamparter präsentiert, steht der benachbarte Sägehof der Familie Schwegler zur Besichtigung offen. Vor sechs Jahren wurde die Milchviehhaltung aufgegeben und dem Verein "Mittlere Alb zu Pferd" beigetreten. "Wir bieten unseren Feriengäste Landurlaub in zweiter Generation und können ihnen auch Stallungen für insgesamt zwölf Pferde samt Gasse und Weide zur Verfügung stellen", beschreibt Ulrike Schwegler den Betrieb mit drei Ferienwohnungen, den sie gemeinsam mit Mann Ottmar und Schwiegereltern Karl und Olga betreibt.

Hier finden die Urlauber alles, was zur Erholung nötig ist, unter anderem auch einen großen Garten direkt an der Lauter mit Badestelle sowie Grill- und Spielplatz. Die Mühlefestbesucher dürfen sich auf dem Betrieb umsehen und einen Blick in die Ferienwohnungen werfen, weiterhin werden Kutschfahrten angeboten und Kinder können sich beim Ponyreiten, beim Basteln und Malen sowie im Streichelzoo vergnügen.

Mit Oldtimer-Zugmaschinen sind die Traktorfreunde Zwiefalter Alb vor Ort und zeigen stolz ihre "Bulldogs", während die Westerheimer Seniorenkapelle für Stimmung sorgt. Auch der Wettkampf mit Urlaubs- und Ehrengästen ist dem Veranstaltungsort geschuldet und hat entsprechend spannende und unterhaltsame Spiele rund um Getreidesäcke und Holzsägen auf dem Programm. Seit mindestens 25 Jahren sind die Hoffeste des Ferienrings echte Besuchermagnete für Touristen wie auch für Einheimische. Der kontinuierliche Wechsel unter den austragenden Betrieben sorgt für Abwechslung und zeigt die große Bandbreite an Landurlaubs-Möglichkeiten auf.

"Für unsere Vereinsmitglieder ist das jährliche Hoffest jedes Mal wieder eine neue Herausforderung, weil wir uns in der Organisation und in der Durchführung an den jeweiligen Betrieb anpassen müssen", sagt Traudl Brunner. Es ist aber auch eine Chance, die Vielseitigkeit des Tourismus auf der Alb vorzustellen und darüber hinaus die Vereinskasse aufzubessern. "Der Erlös fließt dann wieder in das gemeinsame Marketing aller Mitgliedsbetriebe", so Brunner.

Deshalb wird auch in diesem Jahr wieder Hand in Hand gearbeitet, alle helfen mit, sei es nun bei den Vorbereitungen oder beim Fest selbst, das wohl aufgrund seines urigen Charmes und seinen regionalen Köstlichkeiten einen ganz besonderen Reiz zu bieten hat.