Weihnachtsspendenaktion In der Freizeit Verantwortung übernehmen

Sie koordinieren die Arbeit des 40-köpfigen Bereitschaftsteams im DRK Münsingen zusammen mit zwei Stellvertretern: Lisa Gulde und Johannes Bartl in einem der Rettungsfahrzeuge des DRK-Ortsvereins.  
Sie koordinieren die Arbeit des 40-köpfigen Bereitschaftsteams im DRK Münsingen zusammen mit zwei Stellvertretern: Lisa Gulde und Johannes Bartl in einem der Rettungsfahrzeuge des DRK-Ortsvereins.   © Foto: Ralf Ott
Münsingen / Von Ralf Ott 22.12.2017

Sie leisten unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit und tun dies in ihrer Freizeit. Das machen die Aktiven in den Ortsvereinen des DRK, wie beispielsweise dem in Münsingen, nicht nur unentgeltlich, sondern sie müssen obendrein ihre Ausrüstung selbst finanzieren. Das unterscheidet die DRK-Helfer übrigens von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren. „Rund 500 bis 600 Euro müssen wir allein für die Schutzkleidung mit Helm, Jacke, Schuhen sowie Pulli und Handschuhe ausgeben“, erläutert Johannes Bartl im Gespräch mit unserer Zeitung. Er organisiert zusammen mit Lisa Gulde und den beiden Stellvertretern Patrick Reiff sowie Stefanie Bächtle die Bereitschaftsdienste. Dabei handelt es sich genaugenommen nicht um eine Bereitschaft auf Abruf, sondern einen Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, um immer dann, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen sind, im Notfall rasch und zuverlässig helfen zu können.

Allein 70 dieser Sanitätsdienste haben die Münsinger DRK-ler in diesem Jahr absolviert. Das entspricht einem Zeitaufwand von rund 1500 Stunden. Bei vielen Veranstaltungen ist die Anwesenheit von Sanitätern des DRK vorgeschrieben – mithin wären sie ohne den Einsatz der DRK-Helfer gar nicht möglich. Rund 40 aktive DRK-ler gehören zum Bereitschaftsteam des DRK Münsingen. Mindestvoraussetzung für die Mitarbeit dort ist die Ausbildung zum Sanitätshelfer. Weitergehende Fachkenntnisse vermittelt die Fortbildung zum Rettungshelfer – auf den wiederum der Rettungsassistent folgt. Diese weiteren Ausbildungsstufen können im Laufe der Zeit erworben werden. Darüber hinaus sorgt das DRK natürlich intern für eine kontinuierliche Fortbildung aller Helfer. Auch an den jeweils am ersten und dritten Dienstag im Monat stattfindenden Dienstabenden werden die Kenntnisse vertieft und anhand von praktischen Übungen trainiert. „Natürlich achten wir darauf, dass neue Helfer bei einem Sanitätseinsatz von erfahrenen Leuten begleitet werden“, betont Gulde.

„Der Sanitätsdienst ist eine Herausforderung“, berichtet Marianne Jörg, „weil man nicht weiß, was auf einen zukommt“. Vor einiger Zeit musste ein Patient im Rettungsfahrzeug reanimiert werden, erinnert sich Gulde. Doch genau darauf zielen Ausbildung und permanente Übungseinheiten ab. „Wenn etwas passiert, handeln wir so, wie wir es gelernt haben“, fügt Jörg hinzu. Sie ist im Ortsverein für die Koordination der Fortbildungsangebote im Bereich Erster Hilfe zuständig.

Allerdings beobachten die Verantwortlichen um den DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Gernot Weber eine nachlassende Motivation, sich ehrenamtlich in diesem verantwortungsvollen Bereich zu engagieren. „Nicht jeder ist dazu bereit, seine Freizeit so zu gestalten“. Nach Einschätzung von Gulde nimmt daher die Notwendigkeit unter den Ortsvereinen zu, sich bei Engpässen personell gegenseitig auszuhelfen. Ein klassisches Beispiel für das Münsinger DRK sind die Hengstparaden. Dort sind immerhin elf Sanitäter – die als Basis sogar ein Zelt aufbauen – gleichzeitig im Einsatz und das Wochenende ist komplett abzudecken. Zeitgleich ging am 1. Oktober die Alb-Gold Trophy in Münsingen über die Bühne – da mussten sich die Münsinger DRK-ler Verstärkung holen. Wieviele Sanitäter erforderlich sind, hängt von der Zahl der Besucher und der Art der Veranstaltung ab. Die Sanitätsdienste selbst können über die Homepage des Ortsvereins angefragt werden.

Auf der anderen Seite fallen eine Reihe von Sanitätsdiensten auch wochentags an – unter anderem zum Beispiel die Blutspendeaktionen. Für Berufstätige ist das nur schwierig machbar.

Info Weitere Informationen zum DRK Münsingen gibt es im Internet unter www.drk-ov-muensingen.de.

Fakten zur Weihnachtsspendenaktion „Die gute Tat“

Liebe Leser, Dank Ihrer Spenden konnten das Metzinger-Uracher-Volksblatt/Der Ermstalbote, die Reutlinger Nachrichten und der Alb Bote in den vergangenen Jahren viele soziale Projekte oder Einrichtungen in unserer Region unterstützen. Das WIM-Haus etwa, die Diakonische Bezirksstelle, das Ferientagheim in Metzingen, die Tafelläden in Metzingen, Bad Urach und Münsingen, die Matizzo-Stiftung sowie die Afrika-Hilfe des Kirchenbezirks Bad Urach/Münsingen konnten schon mit Ihren Spenden bedacht werden. Im Vorjahr war es der Kinderschutzbund.

In diesem Jahr ist das Deutsche Rote Kreuz mit seinen Ortsgruppen im Landkreis Reutlingen an der Reihe.

Spenden für die  Weihnachtsaktion „Die gute Tat“ richten Sie bitte an Georg Hauser GmbH & Co.KG unter dem Stichwort „Weihnachtsaktion“ an die Volksbank Metzingen-Bad Urach, IBAN: DE 03 6409 1200 0233 4340 03, oder an die Kreissparkasse Reutlingen, IBAN: DE 33 6405 0000 0000 900 5 40.

Eine Spendenbescheinigung wird nach Ende der Aktion ausgestellt. Dazu muss bei der Spende oder Überweisung unbedingt die vollständige Adresse des Spenders angegeben werden. Dies gilt auch für kleinere Spenden.

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