Region Im Archiv geblättert

UB RENE 1940 1990 17.10.2015
Gefährlich für die Feldpost. In letzter Zeit sind wieder mehrere Feldpostpäckchen während der Postbeförderung in Brand geraten, weil sie trotz ausdrücklichen Verbots Streichhölzer enthielten. Hierdurch sind auch zahlreiche andere Postsendungen vernichtet oder beschädigt worden.

· Gefährlich für die Feldpost. In letzter Zeit sind wieder mehrere Feldpostpäckchen während der Postbeförderung in Brand geraten, weil sie trotz ausdrücklichen Verbots Streichhölzer enthielten. Hierdurch sind auch zahlreiche andere Postsendungen vernichtet oder beschädigt worden.

Die Deutsche Reichspost bittet daher nochmals dringend, keine entzündbaren Gegenstände in die Postsendungen aufzunehmen. Die Versender sind nicht nur für den entstandenen Schaden verantwortlich, sondern sie machen sich auch strafbar.

· Steigenlassen von Drachen. Nach einer Verordnung über Luftverkehr ist das Steigenlassen von Drachen jeder Art, die mit einem Draht oder Drahtseil oder mit einem mehr als 100 Meter langem Seil gehalten werden, nur mit Genehmigung der nächstgelegenen Luftpolizeibehörde zulässig. Zuwiderhandlungen werden bestraft.

· Gutes Ergebnis der Flachsernte. Dottingen. Nach vieler Müh und Arbeit konnte in den letzten tagen das neun Morgen umfassende Flachsfeld vollends abgeerntet werden. Der Ertrag war ausgezeichnet, so daß 15 hochbeladene Wagen abgeführt werden konnten. Die Kartoffelernte, die jetzt überall in vollem Gang ist liefert ebenfalls einen guten Ertrag.

· Mit der Kanalisierung wird begonnen. Mehrstetten. Am 15. Oktober soll hier mit den Kanalsanierungsarbeiten begonnen werden. Es werden hierzu eine Reihe von polnischen und französischen Kriegsgefangenen eingesetzt. Die Ortsbewohner sind wirklich froh, daß die Straßen in einen Zustand versetzt werden, der der heutigen Zeit entspricht. - Die Schule Mehrstetten hat im abgelaufenen Sommer nahezu einen Zentner Tee- und Heilkräuter gesammelt.

· Am 15. Oktober 1990 berichtete der ALB BOTE: Manchmal bedarf es eines Anlasses, um über Nöte zu sprechen, Sorgen zu offenbaren, Probleme an die Öffentlichkeit zu tragen. Die Einweihung des Münsinger Altenwohnhauses in der Uracher Straße war für den Evangelischen Kirchenbezirk Münsingen, Haus am Berg und die Samariterstiftung Anlaß, eine Woche der Diakonie auszurufen. Wie wichtig, ja unverzichtbar, das Wirken der Diakonie in unserer Gesellschaft ist, wurde gestern mittag bei der Eröffnung der Ausstellung "Diakone im Kirchenbezirk Münsingen" von allen Rednern unisono betont. Und daß die Diakonie in Nöten ist, offenbarte sich an den Ausstellungstafeln. Personalknappheit ist das Schlagwort, ehrenamtliche Helfer wie hauptamtliche Beschäftigte werden rar, die Aufgaben der Diakonie geraten so in Gefahr, weiterhin erfüllt zu werden.

· Ganz haarscharf an einer Katastrophe vorbei ging ein Brandunglück in Trailfingen, das am 15. Oktober seinen Lauf nahm. Hätte nicht Ostwind geherrscht, eine eher seltene meteorologische Konstellation in unseren Breiten. Bauer Gottlob Bleher hätte womöglich den Rauch nicht gerochen, der dem Silo aus seinem Hof entwich. Was Stunden später hätte passieren können, kommentierte ein Feuerwehrmann so: "Dann hätt's ein großes Feuerwerk gegeben". Tatsächlich hätte der tausend Kubikmeter fassende Silo explodieren können.

· Das eine Großprojekt ist gerade eben fertiggestellt, da nimmt das nächste bereits deutlich Gestalt an. Während aber das Altenwohnhaus von der Stadt Münsingen zu großen Teilen finanziert werden mußte, bleibt bei der Karl-Georg-Haldenwang-Schule mit Kreisbildstelle der Stadt ein weiterer Griff in den nahezu leeren Säckel erspart. Zur Kasse gebeten wird diesmal der Kreis und das nicht zu knapp, wie sich in der Sitzung des Kreistages abzeichnete. Etwa 9,2 Millionen Euro soll das Gebäude kosten.