Zwiefalten Holzgerechtigkeitswaldungen in Zwiefalten

Zwiefalten / SWP 12.10.2015
Der nächste Vortrag des Geschichtsverein Zwiefalten findet am kommenden Freitag, 16.Oktober statt: Das Thema. "Zur Geschichte und Bedeutung der Holzgerechtigkeitswaldungen im Forstbezirk Zwiefalten". Beginn ist um 19.30 Uhr im Gasthof "Grüner Baum" in Gauingen. Referent: Forstamtsrat a.

Der nächste Vortrag des Geschichtsverein Zwiefalten findet am kommenden Freitag, 16.Oktober statt: Das Thema. "Zur Geschichte und Bedeutung der Holzgerechtigkeitswaldungen im Forstbezirk Zwiefalten". Beginn ist um 19.30 Uhr im Gasthof "Grüner Baum" in Gauingen. Referent: Forstamtsrat a.D. Rudolf Beck. Unkostenbeitrag 2 Euro.

Der forstgeschichtliche Vortrag handelt von der Bedeutung der Waldungen für die Menschen des ehemaligen Klostergebietes Zwiefalten vor und nach der Säkularisation im Jahr 1803 und deren rechtliche Ansprüche an diese. Die Waldnutzung bedeutete für die Bauern der damaligen Zeit eine wichtige wirtschaftliche Grundlage: So wurde neben Bau-und Brennholz auch Laub zum Einstreuen in den Ställen benötigt und Moos zum Abdichten der Dächer, außerdem bot der Wald Weidemöglichkeiten für das Vieh.

Die Hungerjahre 1816/18 brachten im Königreich Württemberg, nach der Säkularisation Rechtsnachfolger des Klosters, allerdings verschiedene gesellschaftspolitische Umwälzungen, die in der Revolution im Jahr 1848 gipfelten. So wurden die bisherigen Brennholznutzungsrechte der Bauern umgewandelt. Es erfolgte eine Abtretung von Waldparzellen an die Berechtigten ganzer Gemeinden in den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. So entstand 1824 in Tigerfeld die erste Holzgerechtigkeit, gefolgt von den Gemeinden Gauingen, Gossenzugen, Sonderbuch und zuletzt 1835 Mörsingen.

Dank einer umfangreichen Aktenlage war eine ausgiebige Erforschung des Themas möglich, und die Fragen der hoffentlich zahlreichen Zuhörer können im erwünschten lebhaften Dialog beantwortet werden.

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