Weihnachtspendenaktion Helfen in der Gemeinschaft

Ausbildungsabend im Jugend-DRK des Ortsverbands Engstingen-Hohenstein im Obergeschoss des Kleinengstinger Backhäusles: Die vier Jugendgruppenleiter Janis Tröster und Alisia Heimberger (Mitte vorn) sowie im Bild rechts im Hintergrund Hannah Schwarz  und Nina Rothe (links) beobachten, ob die jungen DRKler in der Übung richtig mit den „Erfrierungen“ umgehen.
Ausbildungsabend im Jugend-DRK des Ortsverbands Engstingen-Hohenstein im Obergeschoss des Kleinengstinger Backhäusles: Die vier Jugendgruppenleiter Janis Tröster und Alisia Heimberger (Mitte vorn) sowie im Bild rechts im Hintergrund Hannah Schwarz und Nina Rothe (links) beobachten, ob die jungen DRKler in der Übung richtig mit den „Erfrierungen“ umgehen. © Foto: Ralf Ott
Engstingen / Von Ralf Ott 12.01.2018

Die Mitglieder in den Ortsvereinen des DRK verbessern mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit die Sicherheit der Bevölkerung und können im Notfall rasch medizinische Hilfe leisten. Auf der Vorderen Alb übernimmt das DRK Engstingen-Hohenstein diese Aufgabe. Insgesamt 30 Akteure gehören zum Bereitschaftsteam, das Nico Bayer zusammen mit Nina Schnitzer und Denise Wiedner leitet und koordiniert. „Es ist für jeden leichter, wenn wir die Aufgaben verteilen können“, berichtet Bayer im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein wichtiges Arbeitsfeld sind natürlich auch im Ortsverein Engstingen-Hohenstein die Blutspendeaktionen, die dreimal jährlich stattfinden. „Ehrenamtliche, externe Helfer unterstützen uns dabei“, freut sich Bayer. Wie andere Ortsvereine auch, sammeln er und seine Mitstreiter vom DRK zwei Mal im Jahr Altkleider, um die finanzielle Situation zu verbessern. Darüber hinaus sorgen die gut frequentierten Blutspendeaktionen und die Sanitätsdienste bei öffentlichen Veranstaltungen für ein wenig Geld in der Kasse. „Wir müssen unsere drei Fahrzeuge finanzieren, die persönliche Ausrüstung und sämtliche Verbrauchsmaterialien kaufen“, sagt Bayer, „das funktioniert nicht ohne Spenden“. Das DRK sei froh, dass es von Seiten der Gemeinde zum Beispiel durch die Überlassung der Halle und den Menschen hier unterstützt werde.

Eine wichtige Säule im Angebot des DRK sind die Helfer vor Ort, die bei Notfällen rascher als der Rettungswagen am Unglücksort sind und erste Schritte einleiten können. Im Bereich Engstingen-Hohenstein stehen acht solcher Retter auf Abruf bereit. Im Ortsverband werden normalerweise auch Kurse in Erster Hilfe angeboten, allerdings fehlt es derzeit dafür an personellen Kapazitäten.

Das könnte sich in absehbarer Zeit ändern, denn allein im vergangenen Jahr wechselten sechs Mitglieder aus der Jugendrotkreuzgruppe aktiv in den Bereitschaftsdienst. „Haben sie das 18. Lebensjahr erreicht, dann sind sie voll einsatzfähig“, so Bayer. Für solche Erfolge in der Nachwuchsarbeit ist seit gut einem Jahr ein Quartett zuständig: Alisia Heimberger, Janis Tröster, Hannah Schwarz und Nina Rothe kümmern sich gemeinschaftlich um die mehr als 30 aktiven jungen DRKler im Alter von 7 bis 16 Jahren. „Wir haben in Verbindung mit dem Erste-Hilfe-Kurs für den Fahrradführerschein unsere Flyer an der Grundschule verteilt“, erinnert sich Heimberger. Offenbar mit Erfolg: „Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Mitglieder im Jugend-DRK um 230 Prozent gestiegen“, freut sich Rothe. Alle vier haben gemeinsam im November 2016 die Gruppenleiterausbildung absolviert. Neben pädagogischen Grundlagen ging es um Möglichkeiten, Sachverhalte einfach und leicht zu erklären und rechtliche Fragen.

Die Gruppenabende vermitteln die Inhalte in einer Mischung zwischen Theorie, Praxis und spielerischen Elementen, erläutert Tröster. Künftig wird es zusätzlich an jedem letzten Freitag des Monats um 18 Uhr einen Übungsabend für Jugendliche ab zwölf Jahren geben.

Warum setzen sich die vier Gruppenleiter fürs DRK ein? „Man fühlt sich sicherer und wir alle konnten unser Wissen schon öfters nutzen“, berichtet Rothe. „Es ist schön, anderen helfen zu können“, fügt Schwarz hinzu und Heimberger verweist auf die Gemeinschaft: „Wir haben uns hier kennengelernt und auch Freunde gefunden“. Und so vermitteln sie auch den Kindern den Wert der Gemeinschaft und wie wichtig es ist, sich auf den anderen verlassen zu können. „Man kann anderen Menschen helfen, trifft hier coole Leute und es macht einfach Spaß“, fasst der zwölfjährige Luka Baisch aus Meidelstetten seine Erfahrungen zusammen.

Info Kontakt-Mail: jrk.engstingen.honenstein@gmail.com.

Fakten zur Weihnachtsspendenaktion „Die gute Tat“

Liebe Leser, dank Ihrer Spenden konnten das Metzinger-Uracher-Volksblatt/Der Ermstalbote, die Reutlinger Nachrichten und der Alb Bote in den vergangenen Jahren viele soziale Projekte oder Einrichtungen in unserer Region unterstützen. Das WIM-Haus etwa, die Diakonische Bezirksstelle, das Ferientagheim in Metzingen, die Tafelläden in Metzingen, Bad Urach und Münsingen, die Matizzo-Stiftung sowie die Afrika-Hilfe des Kirchenbezirks Bad Urach/Münsingen konnten schon mit Ihren Spenden bedacht werden. Im Vorjahr war es der Kinderschutzbund.

In diesem Jahr ist das Deutsche Rote Kreuz mit seinen Ortsgruppen im Landkreis Reutlingen an der Reihe.

Spenden für die  Weihnachtsaktion „Die gute Tat“ richten Sie bitte an Georg Hauser GmbH & Co. KG unter dem Stichwort „Weihnachtsaktion“ an die Volksbank Metzingen-Bad Urach, IBAN: DE 03 6409 1200 0233 4340 03, oder an die Kreissparkasse Reutlingen, IBAN: DE 33 6405 0000 0000 9005 40.

Eine Spendenbescheinigung wird nach Ende der Aktion ausgestellt. Dazu muss bei der Spende oder Überweisung unbedingt die vollständige Adresse des Spenders angegeben werden. Dies gilt auch für kleinere Spenden.

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