Münsingen Sanierung des Kreisverkehrs an der B 465

Münsingen / Ulrike Bührer-Zöfel und Ralf Ott 13.08.2018
Beginn der Sanierung am Kreisverkehr der B 465 und „An der Rayse“ in Münsingen sorgt für lange Staus.

Warten war am Montag unumgänglich, aber nicht jedermanns Sache: Deshalb drehte so mancher Autofahrer, der Richtung Münsingen im Stau stand auf der Straße um und suchte sich andere Wege. Zum Beispiel den – gesperrten – Feldweg entlang der Bahnlinie oder die Straße über den Alenbrunnen mit dem Ergebnis, dann am Bahnübergang in der Lautertalstraße schnell wieder im Stau zu stehen. Denn auch aus Richtung Mehrstetten bildete sich eine Schlange, die zeitweise weit über den Kreisverkehr an der Parksiedlung hinaus reichte. Am Montag auch sehr frequentiert: die Straße vorbei am Freibad. Wer nach Rietheim, Dottingen oder Bad Urach musste, nutzte diesen Schleichweg. Auf dem schmalen Sträßchen ging es zwar manchmal eng her, aber man blieb von Stop and Go verschont.

Grund für das Verkehrschaos war der Start der Sanierungsarbeiten am Kreisverkehr der B 465 „Bei der Rayse“. Dazu wird die Fahrbahn jeweils halbseitig gesperrt. „Wir haben auf eine Vollsperrung verzichtet, um eine großräumige Umleitung zu vermeiden“, sagte Bauleiter Marcus Friedrich vom Kreisstraßenbauamt auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Verkehr wird also mit einer Ampel geregelt. Er appelliert an die Autofahrer, nicht noch schnell bei „Rot“ durchzufahren. „Die Zwischenzeiten sind sehr kurz bemessen und so kommt es zum Begegnungsverkehr“. Müssten diese verlängert werden, kämen noch weniger Autos durch, gibt er zu bedenken.

Neben dem Fahrbahnbelag wird auch das Pflaster im Innenbereich komplett neu und vor allem durchgängig fest eingebaut und mit einer höheren Borde versehen – bleibt aber überfahrbar. Der erste Abschnitt der Sanierung soll am 23. August fertig sein, dann ist die andere Hälfte an der Reihe einschließlich des Abschnitts der Straße „Bei der Rayse“ bis zum Autohaus Fichtner. „Wir rechnen am 5. September mit der Fertigstellung“, so Friedrich. Danach ist die Bundesstraße wieder befahrbar und in der Dottinger Straße werden – in zwei Abschnitten um die Erreichbarkeit des TÜV durchgehend zu gewährleisten – Wasserleitungen erneuert. Die dortigen Bushaltestellen werden barrierefrei umgebaut. „Die Wasserleitungen liegen nebeneinander, die halbseitige Fahrbahnsperrung reicht nicht“, erläutert Friedrich. Die reinen Baukosten für den Kreis betragen 200.000 Euro, für die Wasserleitung müssen die Stadtwerke 70.000 Euro investieren, 25.000 Euro kosten die Stadt die Bushaltestellen und der Bund investiert 170.000 Euro in den Kreisverkehr.

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