Hohenstein Für die Anbindung gibt es drei Varianten

Die Kabelverlegung in Hohenstein ist weitgehend abgeschlossen, Ende des Jahres soll die Anbindung stehen.
Die Kabelverlegung in Hohenstein ist weitgehend abgeschlossen, Ende des Jahres soll die Anbindung stehen. © Foto: Markus Sontheimer
Hohenstein / Jürgen Kühnemund 17.05.2018

Knapp ein Jahr ist es her, dass die Gemeinde Hohenstein sich der Verbesserung der Breitbandversorgung angenommen hat. Im letzten September hatte sich der Gemeinderat bei einer Baustellentour ein erstes Bild über die Baumaßnahmen gemacht. Was seither geschehen ist, darüber informierte Gerhard Schuler, der örtliche Projektbeauftragte, den Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend.

In Eglingen und Ödenwaldstetten seien die Arbeiten abgeschlossen, auch mit den Felsfräsarbeiten zwischen Oberstetten und Ödenwaldstetten sei man durch, in Meidelstetten seien noch ein paar kleine Maßnahmen abzuarbeiten. Auch in Bernloch sei man soweit fertig. Zwischen Oberstetten und Meidelstetten habe man mit den Leerrohren auch die Wasserrohre mitverlegt, „kein einfaches Unterfangen“, so Schuler.  Bei der Trasse zwischen  Hofweg und Eglingen musste man durch 13 Schächte, es fehle noch ein Stück nach Mettendorf. „Der Tiefbau für das Backbone-Netz ist fertig, alle Verbünde sind verlegt“, betonte Schuler.

Alles in allem wurden die Rohre auf einer Länge von 18,5 Kilometer verlegt, dazu kommt die Mitverlegung für die Wasserversorgung auf 7285 Metern. „Für jedes Haus, liegt das Glasfaserkabel bereit“, sagte Schuler. Die weiteren Schritte seien nun, dass die 32 Kabelabzweigungsschächte vorbereitet werden um die Glasfaser einzublasen und dann müsse die Netze BW noch die Stromanschlüsse herstellen.

Dieses weitere Vorgehen erläuterte dann Andreas Gräfe, Geschäfstführer der BLS (Breitbandversorgungsgesellschaft).

„Das passive Glasfasernetz liegt, zum Jahresende soll es dann aktiv werden“, sagte Gräfe, der drei Anbindungsmöglichkeiten vorstellte. Da sei zum einen die Anbindung über die Netcom mit der Leitung von Gammertingen zur Haid, die man dann nach Meidelstetten weiterführen könne. Das Netz gehöre der Netcom, man müsse also eine Pacht zahlen.

Für Gräfe wäre die Kooperation mit der GasLINE die charmantere Lösung. Sie führt von Bronnen nach Trochtelfingen. Hier müsse man einmalig die Verlegekosten für den weiteren Verlauf zahlen, dann aber gehöre die Leitung der BLS. 

Die dritte Variante sei schließlich die Zusammenarbeit mit ENAG und HzL. Hier liege das Kabel direkt an der Schiene. Einziger Nachteil, man müsse mit der Verbindung weiterfahren bis nach Mehrstetten. Auch hier falle eine Pacht an, die sei, nach Worten Gräfes, aber äußerst günstig. Die Entscheidung fällen letztendlich die Gremien der BLS.

Ganz sicher dagegen ist, dass die Gemeinde zusammen mit der Netcom eine Informationsveranstaltung anbieten will, um die Nutzer auf den neuesten Stand zu bringen, führte Bürgermeister Jochen Zeller abschließend aus.