Veranstaltung Frühjahrskonzert Köhlermusikanten Kohlstetten

Die Köhlermusikanten überzeugten beim Frühlingskonzert mit einer anspruchsvollen Mischung.
Die Köhlermusikanten überzeugten beim Frühlingskonzert mit einer anspruchsvollen Mischung. © Foto: Heike Feuchter
Kohlstetten / Von Heike Feuchter 04.04.2018

Zwei engagiert aufspielende Kapellen, ein vollbesetztes Dorfgemeinschaftshaus und ansprechende Dekoration: Das Frühjahrskonzert hatte alles, was es zum Gelingen brauchte. Im abwechslungsreichen Programm konnte die Kapelle sowohl ihre Vielseitigkeit als auch ihr homogenes musikalisches Zusammenspiel zeigen und überzeugte mit ausgewogenem Klang, Harmonie und Dynamik.

Pauline Mauser moderiert

Eröffnet wurde der Abend vom Nachwuchs: Die Jugendköhlerkapelle unter Leitung von Beate Preusch stellte ihr Können unter Beweis und zeigte auf, dass sich die Kohlstetter nicht vor Nachwuchsproblemen fürchten müssen. Schwungvoll wechselte die Jugend bei „Barcarole & Can Can“ die Genres, beschrieb in „Irish dream“ die gegensätzlichen Landschaften der grünen Insel und brachte mit Elton Johns „Crocodile Rock“ ein Stück Popgeschichte zum Vortrag.

Pauline Mauser führte informativ durchs Programm. Volltönend startete die Hauptkapelle unter Dirigat von Thorsten Ströher mit dem „Aufzugsmarsch“ ins Programm und führte gleich zum Einstig die Klangfülle eines gut besetzten Ensembles vor. Als Geheimtipp in der Polka-Hitparade des nächsten Sommers  kündete der humorig und informativ durchs Programm führende Pfarrer Martin Breitling den Titel „Böhmische Liebe“ an, welches die Köhlermusikanten mit viel Spielfreude und Wohlklang zumindest schon in die heimische Hitliste spielten.

Ein Meisterstück der sinfonischen Blasmusik erklang mit „Concerto dámore“: Barock, Jazz, Pop, Swing vereinten sich im Stück zu einem Spektrum an Tönen und Stilen und zeigten die Spielarten der Liebe auf. Orchestrale Klänge und gefällige Melodielinien gingen einher mit zart musizierten Passagen und gefällig daherkommenden Swinglinien. Der Walzer „Märzenbecherblüte“  ging ins Ohr und ließ vom Frühling träumen  und das Medley „einmal um die ganze Welt“ einte charmant und akzentuiert musiziert die Welthits der „Goldenen Stimme von Prag“, Karel Gott, in sich.

Traditionell beschwingt starteten die Köhlermusikanten mit der Polka „Böhmisch für Euch“ in den zweiten Konzertteil, um sich dann mit „Always look on the bright side of life“ aus der mit tiefschwarzen Humor verfilmten  Jesusgeschichte „Das Leben des Brian“ dem Filmgenres zu widmen. Und auch das steht ihnen gut zu Gesicht: leicht, beschwingt und jazzig angehaucht brachten die Musiker den Hit bravourös zu Gehör. Hinter  „Sinatra in concert“ verbarg sich eine Hommage an den legendären Entertainer und Sänger: mit Elan vorgetragen und präzise ausmusiziert lud das Medley zum Träumen ein und gefiel mit solistischen Passagen.

Mit schönen Melodielinien in der Polka „Septemberliebe“ und dem klangvollen Marsch „Gruß an Eisenstadt“ wollten die Köhlermusikanten ihr Konzert beschließen – die Bühne durften sie jedoch erst nach eingeforderten Zugaben des Publikums verlassen.