St. Johann Fest in närrischer Hand

St.Johann / Anja Weiß 20.01.2019

Es knattert und hupt, laut schallt Partymusik von der Bushaltestelle durch die ganze Ortsmitte. Bären, Hexen, Funkenmariechen und Guggenmusiker mit kuriosen Instrumenten bereiten sich in den Nebenstraßen auf ihren Einsatz vor. In der Gemeindehalle ist schon alles für die Party vorbereitet. Die fünfte Jahreszeit ist am Samstag mit voller Wucht in St. Johann ausgebrochen. Pünktlich zum 22. Geburtstag des Narrenvereins Gischbl-Weiber hat nach 2007, 2011 und 2015, der vierte Umzug durch Würtingen stattgefunden. Sage und schreibe 72 Gruppen sind der Einladung gefolgt und haben damit den Albflecken für einen Tag lang in ein närrisches Dorf verwandelt. Dabei sind es Zünfte aus der näheren Umgebung, wie Pfullingen, den Reutlinger Stadtteilen, Lichtenstein, Bad Urach, Engstingen oder Riederich, aber auch von weiter weg haben viele die Reise auf sich genommen, etwa aus Langenenslingen oder Daugendorf.

Bitterkalt ist es, minus fünf Grad zeigt das Thermometer an, meterhoch sind die Schneeberge am Straßenrand, viele Einwohner haben noch beim Schippen geholfen, damit der Umzug stattfinden kann, erzählt die Moderatorin. Sicher hat die Kälte den ein oder anderen von einem Besuch abgehalten, an manchen Stellen haben sich Lücken in den Zuschauerreihen aufgetan, aber die, die gekommen sind, hatten viel Spaß. Das war vor allem den Narren zu verdanken, die mit lautem Rufen, Späßchen, Musik, Tanz, Akrobatik und vielen Süßigkeiten für gute Laune sorgten. Immer wieder suchten sie den Kontakt zu den Zuschauern, foppten oder beschenkten sie, forderten sie auf, in die Narrenrufe einzustimmen und haben keine Langeweile aufkommen lassen.

Natürlich gab es auch viel zu sehen, seien es die handgeschnitzten Masken, die Tänze der Garden oder die selbstgebauten Fahrzeuge, wie ein umgebauter BMW mit breiten Reifen und einem Baumstamm auf dem Rücksitz, auf dem Narren thronen. Nach dem Umzug ging das Feiern im ganzen Ort noch weiter. Eher gemütlich ging es im Kommohaus zu, wer die große Party wollte, war in der Gemeindehalle bestens aufgehoben. Dort sorgten Lumpenkapellen und Guggenmusiker für Unterhaltung und im Partyzelt vor der Halle ging die ganz große Sause ab.

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