Engstingen Fesche Buam, Dirndl-Mädels und Party mit "Sixpäc"

Engstingen / JOACHIM LENK 15.09.2014
"Wir machen Party mitanand." Mit diesem Bierzelthit eröffnete " Sixpäc" am Samstag den dreitägigen "Engstinger Herbst". Die ersten beiden Tage waren schon spitze, heute wird weitergefeiert.

Inzwischen kennt man das Gesicht des Bürgermeisters. Musste Mario Storz beim letzten "Engstinger Herbst", damals als frischgebackener Schultes, noch Eintritt bezahlen, durfte er am Samstagabend ins Festzelt, ohne den Geldbeutel am Eingang zücken zu müssen. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als der 32-Jährige nur zwei Schläge zum Öffnen des ersten Bierfasses benötigte, bedurften es heuer vier. Und der Gerstensaft spritzte in den ersten Sekunden in alle Richtungen. Kein Wunder, der Schultes hatte vergessen, den Zapfhahn zu schließen. Zusammen mit dem Vorsitzenden des gastgebenden Musikvereins, Marc Rudolf, und seinem Stellvertreter, Paul Schneider, füllte er dann Maßkrüge, die unters Partyvolk mit Dirndl und Lederhose verteilt wurden. Die erste Runde ging aufs Haus.

"Gibt es einen schöneren Übergang vom Sommer als zum Engstinger Herbst?", fragte Storz in die Runde. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen für das "tolle Fest mit musikalischen und kulinarischen Genüssen".

Kurz danach betraten die sechs feschen Buam von "Sixpäc" die Bühne, die sie erst kurz vor 2 Uhr in der Früh mit dem letzten Titel "Ciao DAmore" von den "Klostertaler" wieder verließen.

Dieses Mal lag Wehmut in der Luft. Die Band, die schon mehrmals in Engstingen das Bierzelt zum Kochen brachte, ist derzeit auf "Jubiläums-Abschied-Tour". Ende Oktober packen die Musiker ihre Instrumente für immer ein. Die Jugendkapelle des Musikvereins Großengstingen wird diesen Schritt bestimmt noch lange nicht machen. Sie gestalteten gestern Morgen den ökumenischen Zeltgottesdienst mit, den Pfarrer Roland Bader und Diakon Rudolf Tress zelebrierten. Mit dabei war auch die Singgemeinschaft Engstingen. Nach dem Segen legte der Musikverein Upfingen auf der Festbühne los.

Um die Mittagszeit war es nicht einfach, noch einen freien Platz im Zelt zu finden. Viele Gäste nutzten die Möglichkeit, zuhause die Küche kalt zu lassen. Sie ließen sich mit Köstlichkeiten aus der Vereinsküche verwöhnen. Zur Unterhaltung spielten am Nachmittag die Musikkapelle Emerkingen, die später von den Köhlermusikanten aus Kohlstetten abgelöst wurden.

Schupfnudeln, Schnitzel, Rote, Pommes und den beliebten Countryburger waren den ganzen Tag über gefragt. Auch das frische Holzofenbrot aus dem Backhaus erfreute sich großer Beliebtheit. Am Nachmittag hatten die fleißigen Helfer alle Hände voll zu tun am Kuchen- und Tortenstand.

Apropos Helfer, die sind dieses Jahr erstmals alle einheitlich gekleidet, mit dunkelblauen T-Shirts, die der giftgrüne Schriftzug "Engstinger Herbst" ziert. Und es gibt noch eine weitere Neuerung. Erstmals wurde ein Holzboden im Zelt verlegt. Eine kluge Entscheidung bei diesem nasskalten Wetter.

Davon kann man sich am heutigen Montag, 15. September, selbst überzeugen. Um 15 Uhr geht der "Engstinger Herbst" mit dem traditionsreichen Nachmittag für Kinder, Hausfrauen, Rentner und Handwerker in die letzte Runde. Die musikalische Umrahmung übernimmt die Veteranenkapelle des Musikvereins Großengstingen. Den Festausklang gestalten von 18 Uhr an die Schwäbischen Albmusikanten.

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