"Jeder Mensch ist kreativ - wird dies entfaltet, ist der Weg zur Ausstellung nicht mehr weit." So eröffnete Trochtelfingens Bürgermeister Christoph Niesler in seinem Grußwort. Künstlerin Gisela Galla habe es verstanden, aus ihrem Talent viel zu machen, die Stadt gebe mit den Ausstellungsräumen gerne den Rahmen für ihre Kreativität, so der Rathauschef.

Die Unterschiede in den Werken würden den Reiz der Ausstellung ausmachen, welche von einer Künstlerin geschaffen wurde, die in ihrem Hobby Selbstverwirklichung gefunden habe und aus Ideen Kunst entstehen lasse. Galla ist indes mit Trochtelfingen fest verbunden: viele Jahre hat sie dort als Erzieherin gearbeitet und ihre künstlerische Gabe auch in ihre Kindergartenarbeit einfließen lassen.

Schon von Kindheit an war Malen ihre Lieblingsbeschäftigung, seit 25 Jahren nimmt sie sich die Zeit , dies in ihrer Freizeit umzusetzen, erklärte die Künstlerin in der Einführung zu ihren Werken. Vom anfänglichen Aquarellmalen hat sie sich weiterentwickelt, arbeitet nun auch mit Acrylmalerei und Mischtechniken. "Das vielseitige Experimentieren mit Farben, Techniken und Materialien macht mir Freude." In einen bestimmten Rahmen lässt sich die Malkunst von Gisela Galla nicht einengen: "Ich lasse Emotionen und Erlebtes in die Bilder einfließen, auch meine Farbvorlieben wechseln."

Gerne malt sie Phantasiebilder, aber auch Fotos oder Auftragsbilder werden auf die Leinwand gebannt. Inspiration, Anregung und Weiterbildung holt sich die Künstlerin bei Museumsbesuchen und durch Studium von Kunstfachlektüren: "ich bin mit Ausdauer, Freude und Leidenschaft dabei und wenn ich Menschen durch meine Bilder erfreue, ist mir das mehr als genug." Wie vielseitig und abwechslungsreich Gisela Galla arbeitet, zeigen die 42 Arbeiten, die im Rathaus auf allen Ebenen ausgestellt sind.

Schon die Materialien erzählen von Experimentierfreude: Acrylpaste und -farbe auf Leinwand, Seidenmalfarbe auf Aquarellpapier und Leinwand oder Seidenmalfarbe auf handgeschöpftem Papier. Die Künstlerin arbeitet Collagen aus, benutzt dazu geometrische Formen, arbeitet Gipsbinden oder Bindfäden ein und zeigt darin Farbwelten auf.

Diese kommen auch in ihren "Wohlfühlbildern" zum Ausdruck, welche von den Blaumeisen im Apfelbaum über ruhende Katzen und herrliche Landschaftsimpressionen bis hin zu prächtigen Blumendarstellungen reichen.

Die zahlreichen Besucher zeigten großes Interesse an den Werken der Künstlerin und ließen sich diese in vielen persönlichen Gesprächen erläutern, der Ständerling gab weiteren Raum für Begegnung und Gespräche. Die Jugendmusikschule Burladingen umrahmte die Feststunde klangvoll und stimmig.