Ausbildung Enge Kooperation ist jetzt offiziell besiegelt

Die Partnerschaftsvereinbarung wurde jetzt von Oberstudiendirektor Matthias Fuchs für das Münsinger Gymnasium und Dr. Lucy Tengbeh von der Elring-Klinger AG unterzeichnet.
Die Partnerschaftsvereinbarung wurde jetzt von Oberstudiendirektor Matthias Fuchs für das Münsinger Gymnasium und Dr. Lucy Tengbeh von der Elring-Klinger AG unterzeichnet. © Foto: Ralf Ott
Münsingen / Ralf Ott 15.02.2018

Ihre bereits seit zwei Jahren bestehende Zusammenarbeit haben das Münsinger Gymnasium und die Elring-Klinger AG aus Dettingen am Dienstag mit der Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung auch offiziell besiegelt. Anlass ist die Anhörung durch die IHK Reutlingen, da sich das Gymnasium für das Berufswahlsiegel Baden-Württemberg (BoriS) beworben hat. Das Gymnasium bietet Praktika in verschiedenen Bereichen an und die Möglichkeit, an einem Bewerbertraining teilzunehmen. „Ein wesentlicher Baustein für uns ist die Zusammenarbeit mit Elring-Klinger“, erklärte der Physiklehrer Martin Rost.

„Ich freue mich auf die Kooperation“, betonte Dr. Lucy Tengbeh, die bei Elring-Klinger für die Bereiche Arbeitspolitik, Berufspädagogik und Soziologie verantwortlich ist, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. Als „essentiell“ stufte Matthias Fuchs, stellvertretender Schulleiter, die „Kooperation mit Partnern außerhalb der Schule“ ein. Ziel sei, den Schülern wichtige Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen. „Das spielt im umgekehrten Fall natürlich auch eine wichtige Rolle für die Unternehmen“, ergänzte Tengbeh.

Unterm Strich haben als Folge des Projekts „Power4School“ bereits vier Schüler ein Praktikum bei der Elring-Klinger AG absolviert, berichtete Anna Fröhlich, die bei Elring-Klinger für den Bereich der Schülerpraktika zuständig ist. Ob dies dem Unternehmen letztlich auch Auszubildende beschert, wird sich erst später zeigen, denn das Projekt ist in der neunten Klasse angesiedelt – die ersten Teilnehmer machen also erst in eineinhalb Jahren Abitur.

Die jetzt offiziell vereinbarte Bildungspartnerschaft umfasst das Projekt „Power4School“, die Mitwirkung am Methodentag der Schule für das Bewerbertraining sowie den Studieninformationstag und das Angebot von Praktika in der Berufsorientierung (BOGY).

Für Elring-Klinger ist es die erste Partnerschaftsvereinbarung. „Wir arbeiten natürlich auch mit anderen Schulen wie der Schillerschule oder dem Graf-Eberhard-Gymnasium zusammen, aber ohne offiziellen Rahmen“, erklärte Sigrid Moritz, die für die Kaufmännische Ausbildung und das Duale Studium zuständig ist.

Rost hatte 2016 den Grundstein für die Kooperation mit der Teilnahme an dem Projekt „Power4School“ der bundesweit agierenden „Wissensfabrik“ gelegt. Dort haben sich bundesweit 130 Unternehmen zusammengeschlossen, die Bildung und das Unternehmertum fördern wollen. Gemeinsam mit Fröhlich hat sich Rost die entsprechenden Qualifikationen bei einer Fortbildung in Berlin erworben. In dem genannten Projekt sollen sich Schüler mit dem Thema „Energie“ befassen. Im Gymnasium hatten die Schüler Experimente durchgeführt und kleinere Projekte umgesetzt, die wiederum bei einem eintägigen Besuch bei Elring-Klinger präsentiert wurden. In der ersten Runde war nur eine „Neunte“ beteiligt, im nächsten Jahr zwei Klassen und jetzt der ganze Jahrgang, erläuterte Rost. Entwickelt wurde bei den Aktionen ein Handyladegerät auf der Basis eines Fahrraddynamos und zwei Mal wurden Raketenautos konstruiert.

Das Gymnasium arbeitet zudem eng mit weiteren Unternehmen zusammen, um den Schülern Praktika zu ermöglichen. „Schwörer-Haus, die Kreissparkasse Reutlingen, die Münsinger Volksbank und die Bruderhaus-Diakonie sowie die Samariterstiftung gehören dazu“, erklärt Traugott Huppenbauer, der für die Organisation im Bereich der Schülerpraktika zuständig ist.

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