Hohenstein ELR-Antrag wird gestellt

REINER FRENZ 15.10.2015
Der Hohensteiner Gemeinderat hat beschlossen, einen Antrag auf Aufnahme in das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum zu stellen.

Mit dem neu ausgerichteten Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) verfolgt die Landesregierung die Zielsetzung, Strukturen zu stärken, damit der ländliche Raum zukunftsfähig bleibt. Erstmals besteht jetzt die Möglichkeit, die Gesamtgemeinde in das Programm einzubringen, erklärte Bürgermeister Jochen Zeller. Für die Aufnahme in das Programm soll eine Entwicklungskonzeption für den Ort mit Aussagen zur strukturellen Ausgangslage und zu den Entwicklungszielen erstellt werden.

Mit der Ausarbeitung eines Ortsentwicklungskonzepts für Bernloch unter Berücksichtigung der Gesamtperspektive der Gemeinde Hohenstein wurde die Künster Planungsgesellschaft beauftragt. Martin Homm vom Planungsbüro Künster erläuterte das Konzept im Einzelnen. Die Bestandsaufnahme habe im Baulückenkataster insgesamt 1,75 Hektar Wohnbauflächen im Ort ergeben. Auf diesen vorhandenen Reserven könnten 84 Personen untergebracht werden. Für die Gesamtgemeinde ergeben sich 3,14 Hektar Baulücken und Platz für 200 Menschen. Von der Altersstruktur her sei Bernloch gut durchmischt. Die Gebäude würden im Mittel eine gute bis mittelgute Bausubstanz aufweisen.

Vorhandenes Entwicklungsleitbild in Hohenstein sei das Thema Gesundheit. Es könnten weitere Leitbilder definiert werden so Homm, etwa Energie, Betreuung, Erziehung und Bildung sowie Senioren. Mögliche Maßnahmen seien Platzgestaltungen am Museum und am Rathaus in Ödenwaldstetten, die Erweiterung des Gesundheitszentrums, die energetische Sanierung des Kindergartens Bernloch. Zu überlegen wäre das Anlegen eines Kunstpfades in Bernloch, die Vernetzung der Streuobstwiesen mit Schaffung eines Lehrpfades.

Das ELR fördere aber nicht nur kommunale, sondern auch private Projekte, allein in Bernloch seien vier private Maßnahmen geplant. Markus Tress nannte es "sehr interessant", auch die Entwicklung der anderen Ortsteile zu sehen. Jochen Zeller betonte, dass man das ELR-Programm nutzen wolle, um Infrastruktureinrichtungen vom Land gefördert zu bekommen. Die Entwicklung des ländlichen Raumes könne Sorge bereiten. "Wir haben aber für unserer Gemeinde einen guten Weg gefunden", sagte Zeller. Wichtig sei jetzt, wieder Aufnahme ins Programm zu finden.