Hayingen Eins sein in der Liebe

Pater Georg Kallampallil, katholische Kirche Hayingen.
Pater Georg Kallampallil, katholische Kirche Hayingen.
Hayingen / SWP 26.05.2012
Pater Georg Kallampallil, katholische Kirche Hayingen, schreibt zum Pfingstfest und legt dafür Worte aus Johannes 20, Verse 19 und 23 aus.

Zu Pfingsten feiern wir das Fest des Heiligen Geistes. Wir feiern Gottes begeisterndes Wirken in unserer Welt. Am Abend des Ostertages macht Jesus seinen Jüngern ein Geschenk, das alles verändert. Weil er lebt und sich ihnen zeigt, werden aus Menschen, die sich fürchten, Menschen, die begeistert sind. Er haucht sie an, und aus Mutlosen und Verzweifelten werden Menschen, die aufbrechen und das Gesicht der Erde verändern. Als der Geist über die Jünger kommt, stehen sie auf. Sie tun Dinge, die sie nie getan, sich nie zugetraut hätten. Sie reden auf neue, unerhörte Weise. Fremde horchen auf, knüpfen Kontakte mit ihnen. Die Begeisterung reißt sie mit.

Es ist derselbe Heilige Geist, derselbe Schöpfergeist, derselbe Geist der Liebe, der damals die ersten Jünger entflammte mit Seinem Feuer. Er will auch uns entflammen mit diesem Feuer, wenn wir uns ihm nur hingeben als geeigneter Zündstoff. Und wir müssen nach dem Beispiel der Jünger eins sein in der Liebe Christi. Eins sein in einer Liebe, die mehr ist als ein Nebeneinander ohne Streit.

Eine Liebe, die sich nicht verschließt bei jedem kleinsten Missverständnis; eine Liebe, die nicht dauernd den Rechenstift in der Hand hält, um Buch zu führen nach dem Grundsatz: "Wie du mir, so ich dir." Wenn wir uns so mit den Jüngern vorbereiten auf die Herabkunft des Heiligen Geistes, dann wird Er uns mit Seiner Kraft, mit Seiner Freude, mit dem Feuer Seiner Liebe erfüllen.