Nachruf Ein Motor der Partnerschaft

Laszlo Schnaider, der frühere Bürgermeister von Herceghalom, ist im Alter von 67 Jahren gestorben.
Laszlo Schnaider, der frühere Bürgermeister von Herceghalom, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. © Foto: Archiv/Klaus Stephani
Mehrstetten/Herceghalom / rot 28.06.2018

Laszlo Schnaider, der frühere Bürgermeister von Mehrstettens ungarischer Partnergemeinde Herceghalom, ist am Montag vergangener Woche im Alter von 67 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am 6. Juli um 13 Uhr in der Kirche in Herceghalom statt. „Schnaider war der Motor der Partnerschaft der beiden Gemeinden“, betonte der frühere Mehrstetter Bürgermeister Rudolf Ott. Die ersten Kontakte gab es bereits 1990 und vier Jahre später wurde die Verbindung offiziell besiegelt. Zur Gründungsfeier reisten damals 160 Mehrstetter in die nur 27 Kilometer von Budapest entfernte Gemeinde. Ein Jahr später, also 1995, wurde in Mehrstetten gefeiert und damals dann auch die Kleiderspendenaktion ins Leben gerufen, die bis heute Bestand hat.

Unter Schnaiders Regie – er war rund 20 Jahre lang dort Bürgermeister und wurde zum Ehrenbürger ernannt – nahm Herceghalom einen beachtlichen Aufschwung. So leben dort unter anderem heute 500 Menschen mehr als Anfang der 90-er Jahre. Große Neubaugebiete wurden erschlossen. Kindergarten und Schulbauten wurden neu errichtet, ein Sportplatz gebaut sowie das Gemeindezentrum mit neuem Rathaus, Turn- und Festhalle, einer Bibliothek und einer Kirche, die es früher im Ort nicht gab und für die die Mehrstetter eine Glocke stifteten. „Schnaider und seine Frau Agnes waren immer aktiv, wenn es um die Belange der Partnerschaft ging“, erinnert sich Ott. Beide sind deutschstämmig und Agnes Schnaider war bei gemeinsamen Aktivitäten mit den Mehrstettern oftmals als Dolmetscherin im Einsatz. „Schnaider hat von Beginn an Weitblick bewiesen bei der Entwicklung Herceghaloms“, sagte Klaus Stephani, Vorsitzender des Mehrstetter Partnerschaftsvereins, „und sich vor allem immer offen gegenüber den Vereinen gezeigt“.

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