Münsingen. Weit Ein Komet als Reiseführer

Sehenswert ist der jüdische Museum in Laupheim, den die Albvereinler besuchten.
Sehenswert ist der jüdische Museum in Laupheim, den die Albvereinler besuchten. © Foto: Albverein Münsingen
SWP 17.10.2015
Virtuell unterwegs zwischen Jupiter und Mars waren Münsingens Albverein-Senioren im Planetarium in Laupheim bei der "Expedition Sonnensystem".

draußen in der sogenannten Oortschen Wolke trafen sie ihren Reiseführer, einen Kometen, der sich aus den äußersten Bereichen des Sonnensystems in Richtung Zentrum aufmacht. Sie erlebten in fantastischen Bildern feurige Himmelskörper, auf deren Oberfläche Blei schmelzen würde, tiefgefrorene Eislandschaften und Gasplaneten mit grandiosen Ringsystemen. Ein Erlebnis der besonderen Art. Zuvor wurde der aktuelle Sternenhimmel Oberschwabens, der Planetenlauf sowie besondere astronomische Ereignisse in den Tierkreiszeichen, die im Herbst am Himmel zu sehen sind, erklärt.

Im Anschluss daran begaben sich die Teilnehmer auf den sehenswerten jüdischen Friedhof der Stadt Laupheim. Auf eigene Faust durchzogen sie die Reihen der 1000 noch erhaltenen Gräber von 1740 bis in die Gegenwart. In kleinen Gruppen wurde eifrig über die vergangene jüdische Geschichte, über mögliche Zusammenhänge bekannter Namen, wie Levi, Steiner, Adler und Einstein, auch aus der Vergangenheit Buttenhausens diskutiert. Grabstellen bekannter Persönlichkeiten, wie zum Beispiel von Carl Lämmle, der mit 17 Jahren von seinem Geburtsort Laupheim nach Amerika auswanderte und dort als Filmproduzent die Universal-Studios gründete, die als die Wiege Hollywoods gelten, wurden entdeckt. Der angeblich älteste noch vorhandene Grabstein aus 1740 konnte trotzt eifriger Suche nicht gefunden werden. Eine gemütliche Einkehr rundete den interessanten Nachmittag ab.