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Pfarrer Martin Breitling hielt beim Distriktgottesdienst in Kohlstetten die Predigt.
Pfarrer Martin Breitling hielt beim Distriktgottesdienst in Kohlstetten die Predigt. © Foto: Heike Feuchter
Kohlstetten / Heike Feuchter 04.04.2018

Es ist eine schöne Tradition, dass die Distriktgemeinden Kohlstetten, Gomadingen, Bernloch-Meidelstetten und Engstingen an Ostern  zusammen feiern: einmal über den Tellerrand hinausschauen, gemeinsam  singen,  beten, sich in einer anderen Kirche  begegnen. Heuer war der Distrikt zu Gast in Kohlstetten und erlebte einen packenden  und inhaltsreichen Gottesdienst samt Filmsequenzen.

Die Osterfreude, das kaum zu fassende Wunder der Auferstehung beleuchtete  Pfarrer Martin Breitling aus einer außergewöhnlichen Perspektive. Das Geschehen in Jerusalem,  welches für uns kaum begreifbar sei und allen Erklärungen der Naturwissenschaften widerspreche, bringe Gedanken zum Umgang damit in der Gegenwart mit sich: Was ist mit der Auferstehung derer, die leben- heute und jetzt? Wie kann totgeglaubtes, gestorbenes wieder zum Leben erweckt werden und damit auferstehen?

„Vom himmlischen Geschehen geht Glanz aus in unser Leben hinein“ erläuterte der Geistliche, „österliche Hoffnung ist am Werk, wo neues Leben möglich wird“. Die Predigt  baute auf  einem Film auf , der ein einprägsames und auf wahren Begebenheiten beruhendes  Beispiel einer Auferstehung in der Gegenwart  erzählt:  Regisseur David Lynch erzählt in seinem Roadmovie „The Straigt Story“  die wieder auflebende, das tödliche Schweigen brechende Beziehung eines Geschwisterpaars nach zehn Jahren Funkstille. Auf seiner  Tour mit einem Sitzrasenmäher, 500 Meilen durch die USA  zum erkrankten Bruder Lyle, begibt sich Protagonist Alvin Straight auf eine Reise zu seiner eigenen Vergangenheit, zu Brüchen und Verschwiegenem. Den Entschluss zu Fahrt und Versöhnung  fasst er beim Blick in den Himmel – ein wiederkehrendes Symbol göttlicher Gegenwart.

Parallel zum Abspielen von Filmsequenzen brachte Martin Breitling Erklärungen, Gedanken und Impulse ein, wies auf wichtige Sequenzen zur Auferstehung der Bruderverbindung hin, auf Annäherung, Metaphern, das „füreinander  wieder lebendig werden“ und Wahrnehmen des anderen.

„Wo Versöhnung ist, ist Gott, ist der Auferstandene da“ schloss Martin Breitling nach dem gemeinsamen Blick der Brüder zum Himmel  seine Predigt.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab das gemeinsamen Mittagessen mit dem  berühmten   „Kohlstetter Pfundstopf“ Raum zu Austausch und Begegnung.

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