Tourismus Die Landschaft ist einmalig

Heinz-Friedrich Schröer (links) macht bereits zum 30. Mal Urlaub in Anhausen bei Erika und Gerhard Schwegler. Begleitet wird er von Katharina Tielesch (Zweite von links).
Heinz-Friedrich Schröer (links) macht bereits zum 30. Mal Urlaub in Anhausen bei Erika und Gerhard Schwegler. Begleitet wird er von Katharina Tielesch (Zweite von links). © Foto: Maria Bloching
Anhausen / blo 11.06.2018

„Mir würde was fehlen, wenn wir nicht mindestens einmal im Jahr hierher kommen könnten“, sagt Heinz-Friedrich Schröer. 1982 war der heute 80-Jährige aus dem Landkreis Euskirchen erstmals in Anhausen in der Ferienwohnung von Erika und Gerhard Schwegler, um gemeinsam mit einer kleinen Wandergruppe Urlaub auf dem Bauernhof zu machen. Seither ist er immer wieder gekommen: „Zu jeder Jahreszeit aus Liebe zur Natur, wegen der Gastfreundschaft und des guten Essens“. Als Kind erlebte er das Kriegsende bei Munderkingen, dort wohnte er einige Zeit evakuiert auf einem Hof. Auch das war für den Berg- und Wanderliebhaber ein Grund, Urlaub auf der Schwäbischen Alb zu machen. „Die Landschaft ist für mich einmalig. In ihrer außerordentlichen Zusammensetzung hat sie viel Harmonie zu bieten“, sagt er.

Mit diesem Alb-Virus steckte er vor mehr als 20 Jahren auch seine Lebensgefährtin Katharina Tielesch an. Gemeinsam leben sie in der Eifel, die Landschaft dort sei ähnlich, aber es fehle etwas. „Hier auf der Alb ist alles viel strahlender“. Früher wanderte das Paar täglich rund 25 Kilometer, heute sind es immerhin noch zehn. Sie lieben Wildblumen und den Florareichtum auf der Alb. Deshalb waren sie zu Tränen gerührt, als sie vor einigen Jahren den Frauenschuh entdeckten. Mit offenen Augen, viel Zeit und Muße sowie einem Fernglas gehen sie vorsichtig und vor allem staunend durch die Natur, beobachten Vögel und suchen die Stille.

Ein Ausflug zum Schloss Mochental ist bei jedem Aufenthalt ein Muss. „Die Sprache ist uns ebenso vertraut wie der Duft der Landschaft, wie Most, Speck und selbstgebackenes Brot“, lachen sie. Natürlich wissen sie die schwäbische Kochkunst der Gaststätten sowie ihrer Gastgeberin Erika Schwegler zu schätzen. Mit dem Ehepaar Schwegler verbindet Heinz-Friedrich Schröer und Katharina Tielesch eine jahrzehntelange Freundschaft. „Wir haben so schöne Erinnerungen“. Die rund 450 Kilometer Entfernung zu seiner Heimat fährt Heinz-Friedrich Schröer gern.

Seine Treue wurde mit einer Urkunde vom Naturerlebnis Hayingen belohnt. Vorsitzender Daniel Tress verband seinen Dank für die vielen Aufenthalte im Lautertal mit dem Wunsch, auch weiterhin Botschafter für die Alb zu sein.

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