Windkraft Die Kritiker bekommen schließlich Recht

Zwei Standorte sind aus dem Rennen.
Zwei Standorte sind aus dem Rennen. © Foto: Gemeinde
Pfronstetten / ab 30.11.2017

In der jüngsten heutigen Sitzung der Verbandsversammlung des Regionalverbands Neckar-Alb hat die Verbandsverwaltung mitgeteilt, dass das geplante Wind-Vorranggebiet „Muttenbühl“ südwestlich von Geisingen nicht mehr weiter verfolgt wird (siehe auch unsere gestrige Ausgabe).

Die Gemeinde Pfronstetten hatte für diesen im Hinblick auf die Ortslage Geisingen relativ nah und von der Hauptwindrichtung her ungünstig liegenden Bereich ein artenschutzrechtliches Gutachten beauftragt, das letztendlich das feststellte, was von Seiten der Bürgerinitiative „Geisinger Gegenwind“ und der Gemeinde vermutet wurde: Dort bestehen mehrere Horste des geschützten Roten Milan, so dass keine Windenergieanlagen zulässig sind, teilte Bürgermeister Reinhold Teufel mit.

Der Pfronstetter Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung des Regionalverbands: „Nichts anderes hatten wir erwartet!“ Bedauerlich ist nur, dass die Gemeinde eigenes Geld in die Hand nehmen musste, um diese Fehlplanung zu vermeiden.

Nachdem auch der geplante Standort „Ettenheim“ (Stadt Hayingen) vom Tisch ist, sind von den vier geplanten Standorten im Bereich des Gemeindeverwaltungsverbands Zwiefalten-Hayingen (dem auch Pfronstetten angehört) nur noch zwei Standorte im Rennen, nämlich der umstrittene Bereich „Schäfbuch“ zwischen Pfronstetten und Oberstetten und der leidlich akzeptierte Standort „Hausberg“ nördlich von Aichelau. „Hier müssen wir die artenschutzrechtlichen Untersuchungen abwarten, die der Projektentwickler wpd aktuell durchführt, sagte Teufel.

„Nachdem die Gesamtsituation aber nicht wesentlich anders sein dürfte wie in Geisingen, möchte ich nicht ausschließen, dass noch weitere Standorte wegfallen“, so der Teufel.

Spätestens bis zur Beschlussfassung in der Verbandsversammlung des Regionalverbands im Sommer 2018 werde hier Klarheit herrschen.