Eltern mit Kindern, die in Kohlstetten, Groß- und Kleinengstingen leben, haben mehrere Möglichkeiten, ihre Sprösslinge von Montag bis Freitag zur Betreuung abzugeben. In Kohlstetten gibt es eine so genannte altersgemischte Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten, die Jungs und Mädchen im Alter zwischen zwei und sechs Jahren besuchen dürfen. Der Kindergarten ist montags bis freitags von 7 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Außerdem an drei Nachmittagen von 13.30 Uhr bis 16 Uhr.

In Kleinengstingen gibt es seit drei Jahren zusätzlich eine Ganztagesgruppe, die Kinder vom dritten Lebensjahr an bis zum Schuleintritt vorbehalten ist. Der Kindergarten hat montags bis freitags von 7 Uhr bis 13.30 Uhr sowie montags, dienstags und mittwochs von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Die Ganztagsgruppe wird montags bis donnerstags von 7 Uhr bis 16.30 Uhr und freitags von 7 Uhr bis 13.30 Uhr betreut.

Daneben haben die Eltern nach wie vor die Möglichkeit, Kleinkinder im kirchlichen Kindergarten St. Martin (katholisch), im evangelischen Kindergarten Berg, im Waldorfkindergarten oder bei Tagesmüttern in Engstingen anzumelden. Der Zuschussbedarf für den Kindergartenbereich beträgt dieses Jahr sage und schreibe 950 000 Euro, rechnete Kämmerer Alexander Ott den Gemeinderäten am Mittwochabend vor. In diesem Betrag ist die Kostenbeteiligung an den kirchlichen Kindergärten und am Waldorfkindergarten sowie die Ausgaben für die Tagesmütter in Engstingen mit enthalten. Der Kostendeckungsgrad betrage zwischen zehn und 14 Prozent. Landesweit werde ein Kostendeckungsgrad von rund 20 Prozent angestrebt, fügte Bürgermeister Mario Storz hinzu.

Diesen Prozentsatz wird die Gemeinde in den kommenden Jahren nicht erreichen. Auch mit den jetzt verabschiedeten neuen Gebühren, die von August an gelten. "Die Festsetzung und die Höhe der Elternbeiträge sind an die gemeinsamen Empfehlungen der Kirchen und kommunalen Landesverbänden angelehnt", so Ott.

Die Eltern können jetzt zwischen sieben verschiedenen Modellen wählen. Je nachdem, welches Angebot Vater und Mutter für ihre Sprösslinge buchen, sind monatlich bei einem Kind zwischen 86 und 155 Euro fällig. Bei zwei Kindern beträgt die Gebühr zwischen 87 und 117 Euro.

Für die Dreikäsehochs unter drei Jahren, die in Kohlstetten untergebracht sind, kostet ein Platz 335 Euro, doppelt so viel wie für ein dreijähriges Kind. "Die Zweijährigen werden wegen des höheren Betreuungsbedarfs doppelt gezählt", erklärte Kämmerer Ott.

Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass sich die kirchlichen Kindergärten und der Waldorfkinderkarten den neuen Gebühren anschließen werden.