Das größte Ereignis, zugleich die größte Herausforderung in der Geschichte des Luftsportvereins Hayingen ist Vergangenheit. Am Freitagabend wurden ganz offiziell die 22. Deutschen Meisterschaften im Segelkunstflug beendet, am Samstag ging noch der Freestyle-Wettbewerb zu Ende und eine Rocknacht beschloss die Veranstaltung, die dem Verein und seinen Mitgliedern alles abverlangte.

Bei der Schlussfeier am Freitag resümierte Vereinschef und DM-Organisationsleiter Udo Markert, dass es gelungen sei, vier Durchgänge für die beiden Klassen zu fliegen, einen mehr als nötig, um eine wertbare Meisterschaft zu haben. Es sei guter Sport gezeigt waren, freute er sich. Markert dankte in seiner kurzen Rede vor allem den Helfern des Vereins, allen voran den Frauen, für die geleistete Arbeit , was lang anhaltenden Beifall zur Folge hatte.

Siggi Preusch vom benachbarten LSV Eisberg führte durch den Abend. Er stellte fest, dass in Hayingen 45 Teilnehmer am Start waren, dass es 275 Starts und 85 Schleppstunden gegeben habe. "Ich habe großen Respekt vor dem, was ihr als kleiner Verein geleistet habt und ich bin stolz, dass wir einen solch tollen Wettbewerb bei uns auf der Alb sehen konnten", so Preusch.

Hayingens Bürgermeister Robert Riehle zeigte sich erleichtert, dass die Flüge ohne Probleme abliefen. Die Bevölkerung im Städtchen habe die Meisterschaft positiv wahrgenommen, es seien bei ihm keinerlei Beschwerden eingegangen. Er hoffe, dass die Hayinger Titelkämpfe bei allen gut in Erinnerung bleiben werden.

MdL Andreas Glück erinnerte an die lange Tradition, die der Flugsport gerade auf der Alb habe, hob die Leistung des LSV hervor und berichtete von seinem eigenen Segelkunstflug, den er am Nachmittag mit Udo Markert am Steuer gehabt habe: "Das war aufregend und grandios", lachte der FDP-Politiker.

Pilotensprecher Gerhard Teichmann hatte für die Organisatoren großes Lob parat: "Ihr habt gute Arbeit um uns Piloten herum verrichtet". Als Dank gab es von den Teilnehmern für den Verein einen Tischkicker. Klaus Hallmayer, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes (BWLV) sprach von einer wunderschönen Meisterschaft, die zu Ende gehe.

Dass man der Siegerehrung einer Deutschen Meisterschaft beiwohnte, wurde spätestens klar, als Ulla Rall aus Dottingen die Nationalhymne sang. Alle Piloten erhielten Urkunden, die Sieger - Maxu Feyerabend und Robin Kemter - Pokale. Sektduschen kommen nicht nur in der Formel 1 vor, auch Segelflieger können das - Einleitung für einen fröhlichen Meisterschaftsausklang. Am Samstag war der Hayinger Flugplatz gut besucht. Die Flüge von 13 Piloten wurden beim Freestyle-Wettbewerb mit Rauch und Musik untermalt, was die Sache für die Zuschauer noch interessanter machte. Walter Kasper vom LSV Hayingen gewann die "Challenge", Thomas Brückelt wurde Siebter, Udo Markert Achter.

Letzterer deutete an, dass man in Hayingen überlege, regelmäßig Freestyle-Wettbewerbe auszutragen. Man werde noch am Reglement feilen. Aus 50 Coupons für einen Freiflug mit dem Dottinger wurde der von Hartmut Leibfarth aus Pfullingen ausgelost, der selbst Pilot ist und sich riesig über den Flug mit Markert freute. Gut besucht war am Abend die Rocknacht mit den Lokalmatadoren von Grannys Nightmare und der AC/DC-Coverband Powerage, die es kräftig rocken ließen.

Info Am heutigen Montag, wird in der SWR-Landesschau ab 18.45 Uhr ein längerer Beitrag zur Segelkunstflug-DM ausgestrahlt.