Region Der Biofilter im Deckel wirkt wahre Wunder

Die herkömmliche Tonne (l.) und die Tonne mit Biofilterdeckel nach sechs Tagen im Juni. Beide Tonnen wurden mit Hundefutter, Salatblättern, Leber, Zeitungspapier und Fisch befüllt.
Die herkömmliche Tonne (l.) und die Tonne mit Biofilterdeckel nach sechs Tagen im Juni. Beide Tonnen wurden mit Hundefutter, Salatblättern, Leber, Zeitungspapier und Fisch befüllt. © Foto: Biologic
Region / JÜRGEN KÜHNEMUND 19.08.2015
Mit der Sommerpause ist auch etwas Ruhe um die für das kommende Jahr vom Landkreis anvisierte Neuregelung der Müllabfuhr - sprich graue und braune Tonne - eingekehrt.

Mit der Sommerpause ist auch etwas Ruhe um die für das kommende Jahr vom Landkreis anvisierte Neuregelung der Müllabfuhr - sprich graue und braune Tonne - eingekehrt. Der Beitrag im ALB BOTE "Futterquellen für die grauen Nager vor der Haustüre" hat nun aber im fernen Münsterland - das Internet macht's möglich - für Aufsehen gesorgt. Die Gesellschaft für Biotechnologie und Umweltschutz - Biologic - mit Sitz in Münster, teilte uns mit, dass die Biotechnologie längst alltagstaugliche Lösungen parat hält. Anerkannter Stand der Technik seien inzwischen Behältersysteme mit Bio-Filterdeckeln, "die die unappetitlichen Nebenwirkungen des organischen Abfalls weitgehend unterdrücken", so Holger Eschert, Leiter des Innendienst von Biologic. Die getrennte Sammlung von Bioabfällen sei nur dann ein Erfolgsmodell, wenn der Bürger die Biotonne akzeptiert und hohe Sammelquoten für Bioabfall erreicht werden. Vor allem in den Sommermonaten, wenn Sonne und Hitze auf den Bioabfall einwirken, wachse die ablehnende Front gegenüber der Biotonne sehr schnell, so Eschert weiter. Daher müsse die Bevölkerung durch eine Technik unterstützt werden, die Maden und Gestank systembedingt vermeidet. Der Joker dafür seien dicht schließende Biofilterdeckel. "Sie gewährleisten eine hygienisch und ästhetisch einwandfreie Sammlung von Bioabfällen und verhindern weitgehend das Auftreten von Ungeziefer und Gestank", betont Eschert.

Die Lösung aus der Biotechnologie habe auch einen wirtschaftlichen Vorteil: Die Behältersysteme mit biologischem Filter garantierten kritikfreie Standzeiten der Biotonne von zwei Wochen und länger. "Das auch problemlos im Sommer", so Eschert weiter. Weniger Leerungen über das Jahr spüre auch der Bürger in seinem Portemonnaie. Und: "Wenn immer mehr Bioabfall in der Biotonne landet, schwindet entsprechend auch die Restmüllmenge", ist sich Eschert sicher.

Wie der Münsteraner weiter ausführte haben in jüngster Zeit drei Landkreise die Zeichen der Zeit erkannt. "Cochem-Zell, Ravensburg und Lörrach setzen bei Einführung der Biotonne 2016 auf eine ganzjährig 14-tägliche Abfuhr in Kombination mit einem ldent-System und den Bio-Filterdeckeln", erklärt Eschert.

Ob diese Technologie beim neuen System des Landkreis Reutlingen eine Rolle spielt, ist nicht bekannt.

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