Wimsen Der Beruf bietet viele Perspektiven

Insgesamt 55 Landschaftsgärtner feierten den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung mit der "Freisprechung" in Wimsen. Foto: Maria Bloching
Insgesamt 55 Landschaftsgärtner feierten den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung mit der "Freisprechung" in Wimsen. Foto: Maria Bloching
Wimsen / MARIA BLOCHING 23.10.2012
55 Absolventen des Garten- und Landschaftsbaus wurden am Freitagabend mit einer Freisprechungsfeier in Wimsen in ihren Beruf entlassen. Sie können nun als junge Fachkräfte viele Chancen nutzen.

Im vergangenen Jahr fand die erste Freisprechungsfeier statt an die nun angeknüpft wurde. Wenn es nach dem Verband "Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg" geht, soll diese Art des Ausbildungsabschlusses zur Tradition werden. "Es geht darum, das Geleistete in würdigem Rahmen zu belohnen", machte Michael Lutz, Vorsitzender der Region Neckar-Alb, deutlich. Man wolle die insgesamt 55 Absolventen wertschätzen und sie in einem Beruf begrüßen, in dem ihnen "Tür und Tor in Zukunft ganz weit offen stehen".

Die Auszubildenden hätten während der vergangenen drei Jahre Ausdauer, Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft gezeigt und mit ihrem "Ja" zum Landschaftsgärtner eine gute Wahl getroffen. "Der Beruf ist spannend, abwechslungsreich und bietet viele Perspektiven", führte Lutz aus und verwies auf die Möglichkeit, die Meister- und Technikerschule zu besuchen oder gar ein Studium anzuschließen.

Mit der Ausbildung hätten sich die jungen Leute eine hervorragende Grundlage geschaffen und könnten optimistisch in die Zukunft schauen: "Unsere Unternehmen im Land brauchen junge, gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte".

Die Vorsitzende der Region Donau-Iller, Cordula Brand, dankte Eltern und Ausbildern für die Unterstützung, die mit zum Erfolg der jungen Landschaftsgärtner beigetragen habe. Über die konstante Zahl der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfungen in den vergangenen Jahren freute sich Dr. Gabriele Reiser, Abteilungspräsidentin im Regierungspräsidium Tübingen. Die Zahl derer, die die Prüfung nicht bestehen (heuer nur drei) habe sich erheblich reduziert. Ohnehin sei mit einem Notendurchschnitt von 2,7 ein gutes Ergebnis erzielt worden. Reiser sprach von einem "wichtigen Meilenstein" im gerade erst beginnenden Arbeitsleben. Der Garten- und Landschaftsbau bleibe in einer dienstleistungsorientierten Gesellschaft ein starker und leistungsfähiger Wirtschaftszweig. Die Branchenstatistik kann dabei mit positiven Zahlen glänzen. Umsatz-, Betriebs- und Beschäftigtenzahlen steigen seit einigen Jahren. Mit 5,59 Milliarden Euro hat die Branche im vergangenen Jahr einen neuen Spitzenwert erreicht. Dabei entfiel über die Hälfte des Umsatzes auf private Hausgärten, womit private Auftraggeber die wichtigsten Kunden darstellen. Auch für das laufende Jahr erwarten die Betriebe sehr gute Ergebnisse. Die konstant hohen Ausbildungszahlen sprechen laut Reiser dafür, dass die Unternehmen an ihre Zukunft glauben und deshalb in Know-How und kompetenten Nachwuchs investieren. Sie rief die jungen Landschaftsgärtner zu stetiger Weiterentwicklung auf: "Bildung und Weiterbildung sind Schlüsselthemen für den beruflichen Erfolg jedes Einzelnen und für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe".