Bauhof Da stehen Herkulesaufgaben an

Der Bauhof der Gemeinde Pfronstetten steht unter neuer Leitung. Roland Kurz aus Tigerfeld hat nach Ostern seinen Dienst angetreten.
Der Bauhof der Gemeinde Pfronstetten steht unter neuer Leitung. Roland Kurz aus Tigerfeld hat nach Ostern seinen Dienst angetreten. © Foto: Jürgen Kühnemund
Pfronstetten / Jürgen Kühnemund 09.04.2018

Offizieller Dienstantritt war für Roland Kurz der Dienstag nach Ostern. Die große Aufgabe für den 35-Jährigen ist die Schaffung entsprechender Strukturen für den Bauhof der Gemeinde. Dazu gehören Beschaffungen wie Traktoren, Anhänger und Werkzeuge, aber auch die Planungen für den Neubau eines Bauhofgebäudes. Das macht er freilich nicht allein. Ihm zur Seite stehen  Gabriel Donut, Karl Engst und Siegfried Hofmann. Die erste Neuerung gab es bereits – das Bauhofteam ist mit neuer einheitlicher Arbeitskleidung in der Gemeinde unterwegs.

Der gebürtige Steinhilber begann 1998 eine Malerlehre bei der Firma Schmid in Trochtelfingen. Nach der Lehre ging Kurz zur Bundeswehr, absolvierte vier Jahre Dienst am Standort Dornstadt. Danach kam er zurück in den Malerberuf. Von 2005 bis 2008 verdingte er sich bei der Firma Hölz in Steinhilben. 2008 wechselte er auf den Bauhof nach Sigmaringen.

Enge Verbindungen zu Pfronstetten gab es ab 2016, als er mit seinem Hausbau in Tigerfeld begann. Als der Posten des Bauhofleiters in 2017 ausgeschrieben wurde, packte er zu, nicht zuletzt auch da er immer wieder in der Gemeinde darauf angesprochen wurde. „Eine Fahrstrecke von zwei Kilometern ist deutlich besser als eine von 30 Kilometern“, lacht Kurz.

Dass es in Pfronstetten kein leichter Job werden würde, war ihm von vorneherein klar, gilt es doch zunächst einmal neue Strukturen zu schaffen. Aktuell residiert der Bauhof nämlich an drei Standorten. Da ist zunächst das was man eigentlich als Bauhof bezeichnet, der Lagerschuppen beim Feuerwehrhaus, allerdings ohne Heizung. Dann fungiert der Heizraum der Albhalle als weiteres Lager und schließlich werden diverse Utensilien noch beim Pumpwerk aufbewahrt. Ein Büro gibt es nicht.

Angedacht wurde zunächst die Aufstellung eines Bürocontainers. Bis dahin werden die Arbeiten vom Rathaus aus gesteuert. Ganz am Ende sollte freilich der Neubau eines eigenen Gebäudes für den Bauhof stehen, sagt Kurz. Darüber sei er sich mit Bürgermeister Reinhold Teufel einig. Einig sei man sich aber auch darüber, dass dies zunächst noch Zukunftsmusik ist. „Vielleicht kann man das Projekt in 2020 angehen“, führt der neue Bauhofleiter aus.

Vordringlich für Pfronstetten ist zunächst der Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Aichelau. Und solange dafür die Mittel gebunden sind, kann die Gemeinde keine weiteren großen finanziellen Sprünge machen.

Erste Veränderungen gab es dennoch bereits beim Bauhof. Der Heizraum in der Albhalle ist schon zu 90 Prozent geleert, die Utensilien wurden allesamt ins Lager beim Feuerwehrhaus verbracht. „Den Rest schaffen  wir in den nächsten tagen“, sagt Kurz abschließend.

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