Baugebiete Bauplätze für neue Einwohner

Das seit 2005 abschnittsweise erschlossene Neubaugebiet „Stettemer Berg“ in Gomadingen wird jetzt zum fünften Mal erweitert. Insgesamt 13 Bauplätze entstehen im linken, unteren Bereich.
Das seit 2005 abschnittsweise erschlossene Neubaugebiet „Stettemer Berg“ in Gomadingen wird jetzt zum fünften Mal erweitert. Insgesamt 13 Bauplätze entstehen im linken, unteren Bereich. © Foto: Ralf Ott
Von Ralf Ott 09.11.2017

Die Baugebiete „Stettemer Berg“ in Gomadingen sowie „Hart-West“ in Dapfen und der Bebauungsplan für den „Bio-Vital-Park“ auf dem Areal des früheren Feriendorfs standen im Mittelpunkt der Gomadinger Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Seit der Fertigstellung der ersten Erschließungsstraße am „Stettemer Berg“ im Frühjahr 2006 wurden dort 66 Grundstücke erschlossen und verkauft, rief Bürgermeister Klemens Betz in Erinnerung. Für Grunderwerb und die Erschließung hat die Gemeinde unterm Strich annähernd so viel ausgegeben wie im Gegenzug Einnahmen durch den Verkauf der Grundstücke in die Kasse geflossen sind, nämlich 4,4 Millionen Euro, so Betz. Zudem rechnet der Ratschef vor, dass dort rund 35 Millionen Euro bei dem Bau der Wohnhäuser umgesetzt wurden.

Inzwischen leben dort rund 240 Menschen. „Dafür erhält die Gemeinde auf dem Wege des Finanzausgleichs jährlich 298 000 Euro vom Land“, erläuterte Betz, der sich darüber und die damit verbundene Wertschöpfung freute. „Das ist wichtig für den Erhalt der Infrastruktur“. So gebe es beispielsweise keine Leerstände in der Ortsmitte. Und: „Gomadingen ist eine der wenigen Gemeinden auf der Alb mit wachsender Bevölkerung“.

Im fünften Bauabschnitt sollen 13 Bauplätze erschlossen werden. Die Straßen werden mit einer Breite von 5,5 Meter angelegt, die Gehwege 1,5 Meter breitn. Jedes Grundstück wird mit einem Leerrohr ausgerüstet, damit Glasfaserkabel bis in die Häuser verlegt werden können. Baubeginn soll nächstes Frühjahr sein, Betz rechnet mit dem Verkaufsstart der Bauplätze etwa ab Juli. Die Kostenschätzung des Büros Pirker und Pfeiffer liegt bei 502 000 Euro. Das Gremium brachte die Ausschreibung genauso einstimmig auf den Weg wie anschließend die Erweiterung im Baugebiet „Hart-West“ in Dapfen. Die geschätzten Erschließungskosten für den zweiten Bauabschnitt liegen hier für fünf Bauplätze bei 273 000 Euro. Die höheren Kosten im Vergleich zu Gomadingen gehen auf ein zusätzliches Stück Erschließungsstraße sowie die größeren Bauplätze zurück. Pro Quadratmeter fallen in Dapfen 69 und in Gomadingen 60 Euro an Kosten für die Erschließung eines Bauplatzes an. Letztlich hofft Betz jetzt vor allem auf ein günstiges Ausschreibungsergebnis.

Der Entwurf für den Bebauungsplan Bio-Vital-Park fand mit den von Staadtplaner Clemens Künster erläuterten Änderungen bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung eine breite Mehrheit. So steht jetzt fest, dass der Parkplatz beim Hallenbad auch bei einer etwaigen anderweitigen Nutzung des Gebäudes als freie Fläche erhalten bleiben muss. Während bei einem Teil der Grundstücke die bebaubare Fläche auf maximal 160 Quadratmeter reduziert wurde, fand der Antrag von Rüdiger Deuschle, das für alle Grundstücke so festzuschreiben, keine Mehrheit. Letztlich bleibt die Planungshoheit bei der Gemeinde, betonte Künster.