Pfronstetten Bauhof räumt 50 Jahre Geschichte ab

Pfronstetten / Jürgen Kühnemund 18.08.2018

Die Handwerkerferien sind vorbei, jetzt geht es mit Macht voran, schließlich will die Gemeinde Pfronstetten den Umbau des Rathauses bis zum 9. Oktober abgeschlossen haben. Dann nämlich stattet Regierungspräsident Klaus Tappeser der Kommune einen Besuch ab.

Trotz einiger Unbilden – so gestaltete sich beispielsweise die Beschaffung der Fensterkreuze aus Eichenholz für das Bürgerbüro nicht ganz einfach – sieht Kämmerer Tim Scheible die Arbeiten im Plan, wenngleich die Handwerker und der Bauhof   inzwischen an drei Baustellen arbeiten: Außenfassade, Bürgerbüro mit Gang und Rathaussaal. Die Baustelle neuer Eingangsbereich wird Mitte September noch hinzukommen, wenn das neue Türelement eingebaut wird. „Das liegt bereits auf Abruf auf Lager“, sagt Scheible, doch zuvor muss noch eine behindertengerechte Rampe erstellt werden. Der einstige Hintergang wird dann der einzige Eingang ins Rathaus werden, der Briefkasten ist ja bereits vormontiert.

In den ehemaligen Räumen der Kreissparkasse im Erdgeschoss ist inzwischen der Tresor installiert, die Zwischenwände sind eingezogen. Hier entstehen zwei Büros, nämlich das eigentliche Bürgerbüro, in dem künftig Denis Rudolf (Gemeindekasse und Einwohnermeldeamt) regiert, im hinteren Büro findet Josef Herter (Ordnungs- und Steueramt) seinen Platz.

Büros bereits verplant

Deren zwei Büros im Obergeschoss sind bereits verplant, führt Scheible aus. Aus einem Büro wird ein Besprechungsraum werden, im zweiten Büro bekommt Scheible’s Vorgängerin in der Kämmerei, Nadine Tiefenbach, die seit Beendigung ihres Mutterschutzes von zuhause aus arbeitet, wieder einen Arbeitsplatz.

Die beiden Büros werden in den nächsten Tagen isoliert und die Fußbodenheizung wird eingebaut. Ende August kommt der Estrich, dann folgen noch die Putz- und Streicharbeiten und schließlich wird, hinter der abgehängten Decke, noch eine weitere Heizung installiert. „Dann wird es Mitte September sein“, sagte Scheible.

Im gesamten Erdgeschoss wird noch ein Teppichboden verlegt, ebenso im Rathaussaal. Anfang Oktober kommen dann die neuen Möbel. „Bis zum 8. Oktober wollen wir mit allem fertig sein“, führt Scheible weiter aus. Das hat seinen Grund, schließlich kommt Regierungspräsident Klaus Tappeser am 9. Oktober zum Gemeindebesuch – wobei dann inoffiziell das neue Bürgerbüro eröffnet werden soll – und dann braucht die neue Praktikantin, Miriam Fischer, spätestens zum 15. Oktober einen Arbeitsplatz im Rathaus.

Unabhängig davon wird das Bürgerbüro gesondert mit einem „Tag der offenen Tür“ zu einem späteren Zeitpunkt offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Baustelle Nummer zwei ist der Rathaussaal, indem seit dieser Woche der Bauhof im Einsatz ist. Drei Lagen Tapeten und zwei Lagen Fußboden haben die Mitarbeiter zwischenzeitlich abgeräumt, oder, wie es Bürgermeister Reinhold Teufel formulierte: „Gut 50 Jahre Baugeschichte wurde somit ausgebaut“. Künftig bekommt der Sitzungssaal – wie das gesamte Erdgeschoss – einen strapazierfähigen und pflegeleichteren Nadelfilz-Bodenbelag. Die Fensternischen in den Räumen werden farblich hervorgehoben, in den abgehängten Decken moderne LED-Beleuchtungen eingebaut.

Bleibt noch Baustelle Nummer drei – die Außenfassade. Hier wird sich nicht viel ändern, die Grundfarbe bleibt weiß, die Fenstereinfassungen und der Sockel (bisher grau) werden in einem sandfarbenen Naturton hervorgehoben, die roten Fensterläden, einstiges Markenzeichen des Rathauses, gibt es nicht mehr. Die Pflasterverlegung vor dem Rathaus soll Mitte September beginnen. „Das wurde uns so zugesichert“, so der Kämmerer.

Und der hat auch die Zahlen zum Umbau zur Hand. 164 000 Euro sind im Etat eingestellt. „Und mit dieser Summe müsste das Vorhaben auch zu bewerkstelligen sein“, sagte der Kämmerer. 60 000 Euro erhält die Gemeinde als Zuschuss aus dem Ausgleichsstock. Etwas weniger als geplant, hatte man doch 82 000 Euro beantragt. Bislang sind bereits ein Drittel der Gewerke bezahlt.

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