Tradition Bambi kommt zum Vorschein

Ein Bambi kam beim öffnen des ersten Türchens des Adventskalenders zum Vorschein.
Ein Bambi kam beim öffnen des ersten Türchens des Adventskalenders zum Vorschein. © Foto: Joachim Lenk
Gomadingen / Joachim Lenk 04.12.2017

Vergangenes Jahr war die längst mögliche Adventszeit. Dieses Jahr ist die kürzest mögliche Adventszeit. Das bedeutet, dass 2016 am Gomadinger Adventskalender im Rathaus 28 Fenster vom 1. Advent bis zum Heiligen Abend geöffnet wurden. Heuer sind es nur 22, informierte Bürgermeister Klemens Betz die knapp 150 Besucher, die am Sonntagabend bei leichtem Schneefall vor dem Verwaltungsgebäude standen. Sie erlebten hautnah mit, wie sich unter den weihnachtlichen Klängen des Posauenchors das erste Türchen öffnete. Zum Vorschein kam Bambi.

„Geschichten aus aller Welt“ heißt das Motto bei der inzwischen neunten Auflage des Gomadinger Adventskalender, erläuterte Harald O. Schwarz in Gedichtform. Dabei verriet er, dass in den nächsten Tagen unter anderen die Biene Maja, Winnetou, Ali Baba und Mary Poppins im Rathaus vorbeischauen.

Die Jungs und Mädchen des örtlichen Kindergartens sorgten für die Musik. Um alle Bilder bis Weihnachten unterzubringen, wurden dieses Jahr wieder die Fenster des Rathauses in Richtung Lauter mit einbezogen. Auch dort werden Aquarelle, die Tabea und Susanne Knupfer, Solveig Lorenz, Renate Schiener, Sonja Stooß, Marianne Strecker und Rosemarie Werner gestaltet haben, zu sehen sein. Die meisten Aquarelle, 14 an der Zahl, stammen von Organisatorin Heidemarie Wenzel-Schwarz, die schon, wie die meisten anderen Mitstreiter auch, von Anfang an mit dabei ist.

Betz bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement. Dazu gehört auch Peter Treß, der für die Aufbauten, den Stern und die Technik verantwortlich ist. Er erhielt einen Essensgutschein, die sieben Künstlerinnen je einen Malblock. Nicht ohne Hindergedanken. Nächsten Jahr steht ein Jubiläum an. Dann heißt es zehn Jahre Gomadinger Adventskalender. „Der Dank ist die schärfste Form der Bitte“, fügte Betz schmunzelnd hinzu, als er die kleinen Aufmerksamkeiten überreichte.

Noch bis zum Heiligen Abend wird montags bis donnerstags um 17 Uhr sowie freitags bis sonntags zwischen 18 und 19 Uhr ein neues Bild präsentiert. Nicht klammheimlich und in aller Stille, sondern jedes Mal mit musikalischer Untermalung. Die örtlichen Musik- und Gesangsvereine, die Lauterstimmen, der Kirchenchor, der Kinderchor und Einzelpersonen haben Auftritte angekündigt. Heute, Dienstag, 5. Dezember, musizieren einige Gemeinderatsmitglieder um 18.30 Uhr vor der letzten Sitzung in diesem Jahr. Man darf gespannt sein.

Außerdem trägt der Bürgermeister jeden Abend eine Wetterregel vor. Zudem gibt es ein weihnachtliches Gedicht, das Menschen aus der Gemeinde vortragen. Als kleines Dankeschön gibt es das beliebte hochprozentige „Lauterwässerle“.

Wie schon die Jahre zuvor gibt es auch dieses Mal wieder Glühwein, Kinderpunsch und rote Würste vom Grill. Außerdem werden süße Backwaren aus der Weihnachtsbäckerei angeboten. Der Erlös fließt in die Kassen des Posaunenchors und des Musikvereins Dapfen. Und da die Adventszeit dieses Jahr so kurz ist, müssen 2017 „ein Drittel mehr Glühwein, ein Drittel mehr Punsch und ein Drittel mehr Rote gegessen und getrunken werden“ (Betz).

Das große Finale findet, wie sollte es auch anders sein, am Heiligen Abend um 13 Uhr statt. Natürlich sind schon alle sehr gespannt, was dieses Jahr am 24. Dezember zum Vorschein kommt.

22

Rathausfenster werden in Gomadingen bis Heiligabend geöffnet. Im vergangenen Jahr waren es 28.