Zu den beliebtesten Sendungen im SWR-Fernsehprogramm zählt zweifelsohne „Landesschau Mobil“. SWR-Reporter besuchen im Vorfeld der Sendung Gemeinden im Land, die sie dann in fünf Folgen vorstellen, ganz bewusst nicht oder nicht nur die bekannten Highlights. So ist es auch diese Woche in Zwiefalten, wo Sonja Faber-Schrecklein mit ihrem Filmteam zu Gast war.  Nicht etwa das Münster oder das ZfP oder die heimische Brauerei waren dabei im Fokus, sondern ganz andere Themen. Das Höhenfreibad und seine Zukunft, der Ort Upflamör mit seinem ganz speziellen Namen, der sich in einem Szenelokal in Berlin-Kreuzberg wiederfindet, die Töpferin Susanne Lukàsz-Ringel aus Mörsingen, bei der sich Sonja Faber-Schrecklein an diesem Tag als „Lehrling“ versuchen durfte.

Und schließlich die ganz besondere Partnerschaft mit der französischen Gemeinde La Tessoualle. Am Mittwoch besuchte die Reporterin die Familie Chupin, ließ sich erzählen, wie es zur deutsch-französischen Ehe kam. Vom herzlichen Empfang schwärmte sie noch am Tag darauf: „Das war ganz entzückend“.

Gelungene Malaktion

Am Donnerstag fuhr das SWR-Team zum Kolpinghaus. Dort war an diesem Nachmittag eine Malaktion anberaumt worden vom Partnerschaftsverein, zu der sich etwa zwei Dutzend künftige Gastgeber eingefunden hatten, Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Sie hatten die Aufgabe, hölzerne Figuren zu bemalen, diese abwechselnd in Franzosen oder Deutsche zu verwandeln, durchaus Klischees bedienend, etwa die des Franzosen mit Baskenmütze und Baguette unter dem Arm oder des blonden Deutschen mit Fußballtrikot. Die Holzfiguren hatte zuvor Kurt Betz bei einem Schreiner in Baach zugesägt, in drei verschiedenen Versionen.

Die fertigen Figuren sollen ab Ende April in den Zwiefalter Geschäften auf das Partnerschaftsjubiläum einstimmen, Vorfreude machen, wie Klaus Fischer erklärte. Während also Groß und Klein im Kolpinghaus fleißig die Malstifte schwangen, schauten ihnen Kameraleute über die Schultern, wurden sie von Sonja Faber-Schrecklein befragt. Die interviewte neben Fischer auch dessen Vorgänger im Vorsitz des Vereins Jochen Fundel und erfuhr, was die Partnerschaft der beiden über 1000 Kilometer voneinander entfernten Kommunen so besonders macht: Sie wird gelebt, Jahr für Jahr, von der ganzen Bevölkerung. Auch heuer müssen die Zwiefalter wieder eine Mammutaufgabe meistern, gilt es doch 200 Gäste unterzubringen, zu verköstigen und zu unterhalten: „Wir schaffen das“, lachte Fischer.

Info Gesendet werden die in dieser und der kommenden Woche entstandenen und entstehenden Beiträge in der Landesschau Baden-Württemberg des SWR Fernsehen von Montag, 9., bis Freitag, 13. April, als tägliche Rubrik in „Landesschau Baden-Württemberg“ von 18.45 bis 19.30 Uhr. Außerdem gibt es die Sendung „Landesschau Mobil Zwiefalten“ am Samstag, 14. April, von 18.15 bis 18.45 Uhr im SWR Fernsehen.

Zur Person: Sonja Faber-Schrecklein


Sie liebt Baden-Württemberg und für ihr außerordentliches Engagement im Land wurde sie am 22. Juni 2015 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet: Sonja Faber-Schrecklein wuchs in Esslingen am Neckar auf und reist seit 1991 für „Landesschau Mobil“ durchs Land. Damit hat sie das Entstehen der Sendung von Anfang an begleitet. „Das Mobil ist mit mir gewachsen, und ich an ihm. Die Menschen kennen und schätzen das Format, weil es Land und Leute vorstellt“, sagt die SWR-Reporterin, die Traditionen hochhält und auch vor der Kamera ihren schwäbischen Dialekt nicht unterdrückt. swp