Mariaberg Ausgleich für stressigen Alltag

swp 12.01.2018

Eine rote Nase, rote Schuhe und einen riesen Koffer: Immer wenn Sabine Knupfer als Clownin auftaucht, begegnen ihr die Menschen in der diakonischen Einrichtung Mariaberg mit Freude und guter Laune und das bringt gute Stimmung sowie eine angenehme Atmosphäre in die Wohn- und Tagesgruppen auf Mariaberg. Jeden Mittwoch ist sie als Clownin in den unterschiedlichen Gruppen aktiv. Je nach Art der Behinderung und Alter unterscheidet Sabine Knupfer zwischen visuellem und akustischem Programm, bei dem ihr Publikum immer mitmachen darf. In der einen Gruppe singt sie mit einer Ukulele und die Bewohner singen, unterstützt von mitgebrachten Musikinstrumenten, begeistert mit – in der anderen Gruppe sind bunte Tücher und Luftballons die Hauptattraktion. „Ich kann mir, wenn ich als Clownin unterwegs bin, Zeit für jeden Einzelnen nehmen und entschlüpfe für einen Tag aus meiner Rolle als Hausleiterin. Ich habe dann keine wertende Position und keine Meinung – es ist dann eigentlich immer alles positiv“, sagt Sabine Knupfer.

Sabine Knupfer hat bereits zuvor bei unterschiedlichen Theatern gespielt und wollte dann etwas machen, bei dem sie auf die Menschen zugehen konnte. 2014 beschloss sie dann, einen zehnmonatigen Wochenend-Clown-Workshop in Baden-Baden zu belegen, mit einer anschließenden Intensivwoche bei einem Clown-Lehrer in der Kinderklinik Böblingen. Als der Vorstand Mariabergs von ihrem Vorhaben hörte, waren die Vorstände, Rüdiger Böhm und Michael Sachs begeistert. „Als Frau Knupfer uns von ihrer Nebentätigkeit berichtet hat, wollten wir sie fest für Mariaberg engagieren, sodass sich die Bewohner jede Woche darauf freuen können“, sagte Vorstand Rüdiger Böhm.

Mariaberg finanzierte daraufhin den Workshop und stellt Sabine Knupfer  für die Zukunft neben ihrer „normalen“ Tätigkeit als Hausleiterin einer Wohngruppe in Mariaberg auch für einen Tag in der Woche als Clownin an.