Pfronstetten Auf der Suche nach der Maschinenhalle

Pfronstetten / Jürgen Kühnemund 11.08.2018

Die Stippvisite des Gemeinderats vor seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause im Bauhof zeigte vielen Ratsherren doch dringenden Handlungsbedarf. Gleichwohl weiß man im Rat, dass jeder investierte Cent auch umsonst sein könnte, herrscht doch Einigkeit im Gremium, dass man den alten Standort nicht ertüchtigen kann.

Sicher ist zwar, dass Bauhofleiter Roland Kurz dort einen Bürocontainer erhält, allerdings müssen zunächst die brandschutzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Kurz hat in der Halle im Feuerwehrhaus selbst durch mehrfaches Umräumen Platz geschaffen, „doch ein optimales Arbeiten wird dadurch nicht möglich“, versicherte er dem Gemeinderat.

Letztlich war man sich auch einig, dass ein schlüssiges Konzept für den Bauhof für die Zukunft her müsse. Bürgermeister Reinhold Teufel hatte dem Gemeinderat zugesichert, sich darüber in der Sommerpause Gedanken zu machen. Nichtsdestotrotz sah auch er, dass auch etwas auf die Schnelle geschehen müsse.

Und da wurde die Gemeinde jetzt aktiv. In der neuesten Ausgabe der Pfronstetter Nachrichten, dem Amtsblatt der Gemeinde, sucht die Verwaltung nun nach einer leerstehenden landwirtschaftlichen Maschinenhalle, da man zunächst auf einen Neubau verzichten wird.

Der ist zwar nicht gänzlich vom Tisch, aber durch die finanziellen Prioritäten der nächsten Jahre so schnell nicht umzusetzen. Mit dem Neubau des Dorfgemeinschaftshauses in Aichelau hat die Kommune ein 1,2 Millionen Euro Projekt vor der Brust, das ab 2022 umgesetzt werden soll. Und dann hätte da noch der Bau eines Dorfgemeinschaftshauses in Aichstetten Vorrang vor dem Neubau eines Bauhofs.

Gleichwohl ist Teufel nicht gänzlich gegen einen Neubau abgeneigt, und dabei denkt er an das Gelände hinter der Straßenmeisterei an der B 312, gehört dort doch der Gemeinde das Areal. Allerdings müsse man hier in kleineren Dimensionen denken, ist man bei einer großen Variante doch mal schnell bei zwei bis drei Millionen Euro. Das Stichwort lautet daher in Pfronstetten: Baukastensystem.

Ein erster Schritt dazu  ist die Anpachtung einer Maschinenhalle. Die braucht man zwar noch nicht morgen, aber auch nicht in allzu ferner Zukunft, schließlich will die Kommune einen neuen Schlepper für den Bauhof anschaffen. Voraussetzung dafür, und da war man sich im Gemeinderat einig, ist eine Unterstellmöglichkeit für das Fahrzeug und die wäre in einer solchen Maschinenhalle gegeben.

Deswegen sind die Anforderungen für eine solche Halle im Mitteilungsblatt deutlich definiert. Ideal wäre eine Maschinenhalle mit der Größe zehn auf  25 Meter. Die Halle müsste zudem über einen Betonboden verfügen. Die Zufahrt sollte zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich sein. Im Umgebungsbereich der Halle sollten Flächen zur Ablagerung von Baustoffen verfügbar sein. Zudem wäre es sinnvoll, wenn das gesamte Areal eingezäunt werden kann, schreibt der Bürgermeister. Eine weitere Voraussetzung wäre, dass die Nutzung der Halle baurechtlich zulässig ist, Hallen im Außenbereich kommen somit nicht in Frage. Das Angebot unter Angabe der Pacht- oder Kaufpreisvorstellung sollte bis zum 20. August im Rathaus eingehen.

Den Bauhof jedenfalls wird die Gemeinde nicht im Regen stehen lassen. So wurde in der letzten Gemeinderatssitzung der Stellenplan für das Bauhofteam um eine Person aufgestockt. Das wird zwar nicht von Dauer sein, geht doch ein Mitarbeiter im nächsten Jahr in Rente. Aber bis dahin soll sich der neue Bauhofmitarbeiter zumindest richtig einarbeiten können.

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