Albtägliches: Tierwohl

RALF OTT 24.10.2014

Die Hüle in Pfronstetten soll grundlegend umgestaltet werden. Dazu hat Ratschef Reinhold Teufel jetzt harte Fakten offenbart: Demnach erlaubt der Naturschutz einen Baubeginn generell nicht vor Spätherbst, weil die Hülen- Fröschlein den Tümpel erst dann verlassen haben und ins Umland entfleucht sind. So weit, so friedlich die Alb. Dachten wir jedenfalls bislang. Jetzt aber müssen wir erfahren, dass nach der Sanierung der angrenzenden Straße künftig zu deren Entwässerung "Froschmäuler" eingesetzt werden. Barbarisch! Und der fröschliche Rest? Geht womöglich auf dem Exportweg gen Westen zu den Feinschmeckern der Grande Nation. Ein wahrlich teuflischer Plan - allerdings hat ihn der Schultes nicht selbst ausgeheckt, sondern ein regionales Ingenieurbüro. Fakt ist, Fördergelder nach FAKT, dem neuen Landesprogramm für Agrarumwelt, Kulturlandschaft und Tierwohl (!) sind da nicht zu erwarten. Also besinnt sich die Gemeinde auf die klassische Rezeptur für die Entwicklung ihres ländlichen Raums und hofft auf Mittel aus dem ELR-Topf (jawohl: Topf) für Echt Leckere Raritäten. Froschschenkel grüßen Alb-Schnecken? Ob das erfolgreich ist, erfahren wir nächstes Frühjahr.