Albtägliches: Oster-Postamt

DIETMAR CZAPALLA 22.03.2016

Das Christkind wohnt in Engelskirchen. Das wissen inzwischen viele Kinder weltweit. Deshalb treffen jedes Jahr rund 150 000 Wunschzettel dort ein. Genauer gesagt, bei der eigens dafür von der Post eingerichteten "Christkind-Postfiliale". Und wie schaut es mit den Wünschen an den Osterhasen aus? Wo erreicht man ihn eigentlich? Klar doch, im niedersächsischen Bauerndorf Ostereistedt. Wie schon seit 34 Jahren hat dort auch heuer Deutschlands einziges Oster-Postamt geöffnet. Anfangs waren es nur 50 Wünsche, im vergangenen Jahr rund 37 000 Briefe, die Kinder aus aller Welt an den Osterhasen alias "Hanni Hase" schicken. Die Anliegen der Kinder reichen von den üblichen materiellen Wünschen bis hin zu ideellen Bitten wie zum Beispiel: "Lieber Osterhase, mach, dass meine Oma wieder lacht". Das Antwortschreiben des Osterhasen enthält als Vordruck ein gemaltes Bild oder eine Karte und natürlich im entsprechenden Fall aufmunternde Worte für die jungen Briefeschreiber. Die Druckkosten und das Porto für den Antwortbrief übernimmt die Oberpostdirektion. Natürlich mit Sondermarke und Sonderstempel. Da lässt sich der Osterhase wirklich nicht lumpen.