ALBTÄGLICHES: Kettenreaktion

WALTRAUD WOLF 27.10.2012

Die Seniorin hatte ihr Auto auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz abgestellt. Als sie ihn verlassen und vor dem Automaten zum Öffnen der geschlossenen Schranke den Parkschein greifen wollte, fiel ihr dieser in den Fußraum ihres Wagens. Sie beugte sich nach unten, schließlich stand sie ja mit dem rechten Fuß auf der Bremse. Die Verrenkungen ihres Oberkörpers aber ließen den Fuß vom Brems- aufs Gaspedal des Automatikfahrzeugs rutschen und der Wagen beschleunigte kräftig aus dem Stand.

Dem Aufprall war die Schranke nicht gewachsen. Sie zerbarst. Doch nicht genug des Unglücks: Der Pkw war so in Fahrt, dass er auch noch auf einen Lastkraftwagen auffuhr. Die Schadensbilanz: jeweils 2000 Euro an den beiden Fahrzeugen und 500 an der Schranke. Glück im Unglück: Die Frau zog sich nur leichte Verletzungen an der Hand zu, die sie besser oben gelassen und ihr Fahrzeug für die Suchaktion abgestellt hätte.

Von Vorteil war darüber hinaus, dass der Unfall auf dem Parkplatz eines Krankenhauses passiert ist, somit konnte sie zur Behandlung zu Fuß gehen. Doch dafür brauchte es wohl einen neuen Parkschein.