ALBTÄGLICHES: Alarm

WALTRAUD WOLF 25.05.2012

Gießen war am Sonntagabend bei der Älblerin angesagt. Sie hatte neue Pflanzen gesetzt und der Tag war heiß. Der Gießkannen wegen öffnete sie die Türe zwischen Garage und Garten. Als sie die Tür wieder abschließen wollte, ging sie nicht mehr zu. Auch der zu Hilfe eilende Gemahl schaffte es nicht. Sie untersuchten die Holzverkleidung. Hatte sie sich verzogen? Unten war etwas Holz abgesplittert. War das die Ursache? Die Tür blieb einen Spalt offen. Da in der Garage so Allerlei steht und man von ihr aus auch ins Haus kommt, fürchtete sie, dass ein ungebetener Gast eindringen könne. Um das zu verhindern klemmten sie ein Brett unter die Klinke, damit sie sich nicht bewegen ließ und stapelten Sprudel- um Sprudelkiste direkt hinter der Tür. Am Montagmorgen gleich um 8 Uhr alarmierten sie die Schreinerwerkstatt. Die schickte zwei Mitarbeiter. Sie nahmen die Tür in Augenschein und waren so ratlos wie die Hausbesitzer selber. Da fiel der Blick der Hausfrau oben auf den Türrahmen und damit auf ein kleines Betonstück, das von der Garagendecke abgebröckelt war und dort lag. Kaum war es entfernt, war der Schaden ebenfalls behoben. Die Rechnung kommt.