In den Tanzwettbewerben zeigt sich die Fasnet von ihrer künstlerischen Seite, die Tanzgarden der Vereine zeigen Vielseitigkeit und Ausdrucksstärke. Ein hartes Training das ganze Jahr durchweg ist Voraussetzung für das tänzerische Können, welches von einer fachkundigen Jury aus erfahrenen Trainern und Tänzern nach bestimmten Kriterien bewertet wird.

In Trochtelfingen müssen alle Garden mit zwei Tänzen antreten, der Gesamtsieger nach Punkten wird danach in der Einzelwertung der Disziplinen herausgenommen, die weiteren Gruppierungen rücken dadurch nach und werden als Gewinner der Disziplinen ausgezeichnet. Charmant führte Steffen Guhl durch den Abend und heizte das Fanpublikum vor jedem Tanz auf, sodass sich alle Teilnehmerinnen über ein bestens gelauntes und applaudierfreudiges Publikum freuen konnten.

Der Marschwettbewerb mit den Gardetänzen eröffnete den Abend und vereinte traditionelle Weisen mit hinreißenden Tanzdarbietungen. Neben der Choreographie mit Blick auf Harmonie und Raumaufteilung bewertete die Jury dabei Faktoren wie Synchronität, Ausstrahlung, Akrobatik und Schrittfolgen. Die Tänzerinnen aus Stetten u.H. eröffneten mit "Sinfonie of the years", die Garde aus Großengstingen präsentierte sich ebenso wie die Tänzerinnen aus Inneringen und Ringingen mit einem Marschmedley, ein Marsch-Musical brachte die Steinhilber Tanzgarde auf die Bühne. Durchweg begeisterten die Tänzerinnen dabei mit akrobatischen Elementen, graziler Körperspannung und künstlerischem Ausdruck. Der Showtanzwettbewerb forderte den Teilnehmerinnen weitere tänzerische und darstellende Fähigkeiten und Vorbereitungen ab, denn dabei wurden zusätzlich noch Kostüme, Darstellung und musikalische Umsetzung des Themas bewertet. Dieser Wettbewerb verwandelte die Halle in eine von sprühenden Ideen und abwechslungsreichen Bühnenbildern belebte Tanzarena, in der es das begeisterte Publikum fast nicht mehr auf den Plätzen hielt. Ausgefallene Kostümierungen und aufwändige Bühnendekorationen bildeten den Rahmen für die choreographisch anspruchsvollen Auftritte, welche in tempo- und rhythmusreichen Tanzvorführungen das gesamte Spektrum an tänzerischer Ausdrucksfähigkeit auf die Bühne brachten.

Stetten u. H. entführte dabei in die magische Welt "The Circus", die Engstinger Garde ließ in "Grease" die Welt der 60er Jahre wieder aufleben, mit den Steinhilber Girls ging es in die harte Welt der amerikanischen Militärschule. Mit "Spieglein Spieglein" präsentierten sich die Inneringer Tänzerinnen und Ringingen brachte die fleischfressende Pflanzenwelt auf die Bühne. Neben den Wettbewerbsgarden unterhielten außer Konkurrenz die Tanzgarden aus Trochtelfingen, Sonnenbühl und Unterhausen, in den Pausen heizte die Luka Inneringen ein.

Kurz vor Mitternacht vereinte Narrenchef Martin Scherer alle Tänzerinnen zur Siegerehrung: Als jubelnder Gesamtsieger nach Punkten ging die Tanzgarde Steinhilben aus dem Wettbewerb hervor, in der weiteren Einzeldisziplinwertung fanden sich die Großengstinger jeweils auf dem ersten Platz.