Clemens Oberhofer hob in seinem Jahresbericht das Wirken der lokalen Feuerwehr hervor. Die Freiwilligkeit sei der Dreh- und Angelpunkt des Systems, die Mitglieder rekrutierten sich aus Menschen vor Ort. "Es sind die Nachbarin und der Nachbar, die bei Not und Gefahr zur Stelle sind, die Hilfe bringen, die eigene Belange zurückstellen", so der Gesamtkommandant.

"Feuerwehr nach unserem Verständnis kann in Deutschland nur funktionieren, wenn es weiterhin Ehrenamtliche gibt, die sich für andere einsetzen und sich gemeinsam engagieren". In Hayingen haben das im vergangenen Jahr 109 aktive Mitglieder getan, das waren fünf mehr als noch im Jahr zuvor. Dies ist der Jugendfeuerwehr zu verdanken, aus der drei Kameraden in die Abteilung Hayingen übergetreten sind. Derzeit gehören der Jugendfeuerwehr elf junge Menschen an, die Altersabteilung zählt 21 Männer, die nach Beendigung ihres aktiven Einsatzdienstes rege am Feuerwehralltag teilnehmen.

Insgesamt wurden 97 Feuerwehrübungen in 2015 abgehalten, wofür rund 200 Stunden aufgewendet wurden. Zwölfmal musste die Hayinger Wehr ausrücken, um gezielt Hilfe bei einem Brandeinsatz, bei vier technischen Hilfeleistungen im Rahmen von Verkehrsunfällen, drei Ölspurbeseitigungen, Wegräumen eines Baums von der Straße und zwei Nottüröffnungen zu leisten. Einmal musste wegen eines Fehlalarms durch Rauchmelder ausgerückt werden.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Lehrgänge und Fortbildungsveranstaltungen besucht, um auch weiterhin bestens gerüstet zu sein, um Menschen zu retten, Sachwerte zu schützen und aktuelle Gefahren zu beseitigen: "Für das Allgemeinwohl unserer Stadt", betonte Oberhofer. "Ohne diesen freiwilligen Dienst könnten wir die Sicherheit in der Stadt Hayingen nicht aufrechterhalten. Es ist nicht selbstverständlich, dass so viel Zeit im Ehrenamt investiert wird", lobte Bürgermeister Kevin Dorner, der von der Feuerwehr eine Einsatzjacke überreicht bekam. Er signalisierte weiterhin die volle Unterstützung von Seiten der Stadtverwaltung und bot sich als Ansprechpartner für die Feuerwehrleute in allen fünf Abteilungen an. "In den letzten Jahren haben wir immer einen guten Weg gefunden. Diesen Weg möchte ich auch weiterhin gemeinsam mit Ihnen gehen", so Dorner.

Dass die Feuerwehr Hayingen personell so gut aufgestellt ist, ist wohl mitunter der Jugendfeuerwehr zu verdanken, die vor elf Jahren von Jugendfeuerwehrwart Wolfgang Sedlmaier ins Leben gerufen und äußerst aktiv gestaltet wurde. Nun legte er sein Amt aus beruflichen Gründen nieder und wurde für seinen "hervorragenden Dienst" vom Regionalvertreter der Jugendfeuerwehr Markus Koch mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Sein Nachfolger wird der stellvertretende Gesamtkommandant Klaus Pfister. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses hat die letzten beiden Jahre geprägt.

Laut Kreisbrandmeister Wolfram Auch sei dieses neue Domizil "dringend notwendig" gewesen: "Dieser Neubau ist sowohl Anerkennung für die Leistungsbereitschaft der Feuerwehrangehörigen wie auch eine zusätzliche Motivation. Manche blicken neidvoll nach Hayingen", meinte Auch und ging auf die Art der Einsätze im vergangenen Jahr ein, die von technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen geprägt waren. "Insbesondere die Zahl der Überlandhilfen zeigt, wie wichtig die Stationierung des Vorausrüstwagens in Hayingen ist".

Auch dankte den Aktiven für ihren ehrenamtlichen Dienst neben Beruf und Familie zum Wohl der Bürger. "Das verdient Respekt und Anerkennung". Besonders lobte er die interkommunalen Truppmannlehrgänge der Gemeinden Pfronstetten, Zwiefalten und Hayingen: "Das ist beispielhaft".

Grußworte gab es auch vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Gunter Hespeler, von dessen Stellvertreter Markus Ott und vom DRK-Bereitschaftsführer Martin Barth. Dank für seine geleistete Arbeit wurde Gesamtkommandant Clemens Oberhofer zuteil: "Wir können uns glücklich schätzen, dass wir Clemens haben. Er ist mit Herz und Seele dabei, wir sind bei der Feuerwehr Hayingen auf dem richtigen Weg", freute sich der Stellvertreter Klaus Pfister. Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden die Abteilungsleiter und ihre Stellvertreter gewählt. In Anhausen sind dies künftig Christian Bachmann und Michael Haible, in Ehestetten Stephan Mark und Jochen Buck, in Indelhausen Andreas Klocker und Marc Bögel sowie in Münzdorf Stefanie Aumüller und Armin Przirembel.

Beförderungen und Ehrungen bei der Hayinger Feuerwehr

Zum Feuerwehrmann wurden befördert: Sebastian Babatz, Florian Bart, Ronald Bart, Ludwig Enz, Fabian Müller, Moritz Schwegler, Fabian Sedlmaier, Patrick Ströbele, Tobias Walter, Thomas Buck, Lukas Holder. Zum Oberfeuerwehrmann wurden befördert: Martin Aßfalg, Christian Bachmann, Tobias Bart, Julian Bayer, Peter Geiselhart, Holger Gramlich, Alexander Kohler, Sven Rall. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde befördert: Christian Bachmann. Zum Löschmeister wurde befördert: Stephan Mark.

Für 25 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurden mit dem Ehrenzeichen in Silber geehrt: Gerd Häbe, Gerhard Münch. Für insgesamt 40 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit wurden mit dem Ehrenzeichen in Gold geehrt: Karl-Heinz Junger, Karl Knupfer.

SWP