Gomadingen „Eine coole Zeit als Wacholderkönigin“

Vier Jahr lang hat die heute 24-jährige Jasmin Thomys Gomadingen als Wacholderkönigin repräsentiert.
Vier Jahr lang hat die heute 24-jährige Jasmin Thomys Gomadingen als Wacholderkönigin repräsentiert. © Foto: Archiv/ath
Gomadingen / Von Ralf Ott 09.06.2018

In Deutschland wurde die Monarchie vor 100 Jahren abgeschafft – und doch gibt es viele Königinnen. Die werben allerdings für den Tourismus oder bestimmte Produkte. Allein 180 listet die „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Königinnen“ auf. Viele hat die gebürtige Mehrstetterin und heutige Reutlingerin Jasmin Thomys während den vier Jahren als Gomadinger Wacholderkönigin kennengelernt. Sie hat ihr Amt mit unglaublichem Elan und großem Spaß an der Sache ausgefüllt und daher auch viele Termine außerhalb des von Gomadingen und der Lautertal-Touristik vorgegebenen „Pflichtprogramms“ wahrgenommen.

„Wenn ich etwas mache, dann will ich es richtig machen“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihr Fazit fällt auf der persönlichen Seite überaus positiv aus. „Ich habe Regionen und Orte besucht, die ich vorher nicht kannte“, erzählt sie. Und dabei viele interessante Menschen getroffen – so sind in den vergangenen vier Jahren auch neue Freundschaften wie zum Beispiel zur Hagener Kirschkönigin Jenny Menkhaus entstanden. „Die Erinnerungen an tolle Begegnungen und Erlebnisse bleiben nach der Amtszeit erhalten“. Besonders gern denkt sie an das nur alle drei Jahre stattfindende Treffen aller Königinnen in Deutschland zurück, das im August 2016 in Blomberg über die Bühne ging. „Wir wurden unter anderem in einem Trike-Korso durch die Stadt gefahren“.

Und das absolute Highlight, das ihr das Amt beschert hat, ist ebenfalls von Dauer – nämlich ihr Mann Alexander Thomys. Sie hatte den Redakteur unserer Zeitung bei einem Interview nach den ersten beiden Jahren kennengelernt und beide haben vor kurzem geheiratet. „So etwas ist meinen Kolleginnen noch nicht passiert“, freut sie sich. Nicht zuletzt hat sie sich auch persönlich durch die Verpflichtungen als Wacholderkönigin weiterentwickelt. Ihre ursprüngliche Schüchternheit habe sie nach den ersten offiziellen Auftritten verloren und viel an Selbstsicherheit gewonnen. Eine Tatsache, die der Arzthelferin letztlich auch bei der Prüfung zur „Fachwirtin der ambulanten medizinischen Versorgung“ geholfen hat. Und: „Die Offenheit und die Fähigkeit, auf Leute zugehen zu können, nehme ich ebenfalls mit“.

Für das Amt selbst hätte sie sich jedoch etwas mehr Aufmerksamkeit, Unterstützung seitens und auch Präsenz in der Gemeinde gewünscht – so wie sie dies bei vielen Kolleginnen erlebt hat. Obendrein gäbe es ihrer Einschätzung nach ein weit größeres Vermarktungspotential – Ideen dazu hat sie zuhauf: Mehr regionale Aktionen zum Beispiel in Schulen oder Wanderangebote einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit, Werbemittel aus dem Repertoire der Wacholderprodukte, eine fortlaufend aktualisierte Homepage inklusive der Einbindung sozialer Medien und die finanzielle Unterstützung zum Beispiel durch die Übernahme der Fahrt- und Übernachtungskosten. „Vielleicht lässt sich das künftig umsetzen“. Vermisst hat sie zudem ein wintertaugliches Outfit beziehungsweise ein eigenes Finanzbudget für kleinere Anschaffungen, die sie alle selbst bezahlt hat. Auch die Ausrichtung des bundesweiten Königinnentreffens kann sie sich für Gomadingen gut vorstellen. „Ich würde mich gerne an der Organisation beteiligen“. Da die Region touristisch in einem Boot sitzt, könnte ihrer Einschätzung nach auch eine „Biosphärenkönigin“ effektiv werben.

Info Bewerbungen als Wacholderkönigin bis 15. Juni bei der Tourist-Info Gomadingen, Telefon (0 73 85) 96 96 30 oder www.wacholderkoenigin.de.

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