Hintergrund der Veranstaltung ist die geplante Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen durch den Regionalverband im Bereich Schäfbuch in Pfronstetten. Thomas Wagner machte schon in seiner Begrüßung deutlich, welche Ziele die Mitglieder vom „Gegenwind Pfronstetten“ verfolgen. Die Bürger sollen über das Thema Windkraft informiert und vor allem dazu bewegt werden, sich über deren Auswirkungen und Sinnhaftigkeit Gedanken zu machen. Anhand einer Unterschriftensammlung soll eine Entscheidungsgrundlage für Bürgermeister und Gemeinderat geschaffen werden.

Die Information bezüglich Windkraft erfolgte durch eine Präsentation. Der Fokus lag auf den Themen Gesundheit,  Landschaftsbild und Werthaltigkeit von Immobilien welche an Beispielen und Vergleichen verdeutlicht wurden.

Gesundheit und Landschaftsbild

Bürgermeister Reinhold Teufel stellte die planungsrechtliche Situation dar. Auf Gemarkung Pfronstetten laufen derzeit keine Planungen. Dabei machte er deutlich, dass die Gemeinde  nur dann einen solchen Planungsprozess positiv begleitet, wenn ein solches Projekt mehrheitlich von der Bevölkerung mitgetragen wird. Teufel verwies aber auch auf die Fakten und deren rechtlichen Folgen. Der Regionalverband möchte nicht nur im Bereich des Aichelauer Hausberg, sondern auch im Bereich Oberstetten/Pfronstetten ein Vorranggebiet für Windenergieanlagen ausweisen. Rechtlich sind in ausgewiesenen Vorranggebieten Anlagen grundsätzlich zulässig. Durch die Ausweisung von sogenannten „Konzentrationszonen“ im Flächennutzungsplan könne man eine Ausschlusswirkung erreichen.

Walter Müller vom „Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen in Natur und Kulturlandschaften e.V.“ war Gast der BI „Gegenwind Pfronstetten“. Als ehrenamtlicher Berater von Bürgerinitiativen in Baden-Württemberg ergriff er das Wort und ermutigte die Mitglieder der Bürgerinitiative im Kampf gegen Windkraftanlagen. Das Sammeln von Informationen und stichhaltigen Argumenten sei wichtig. Gleichzeitig macht er aber auch deutlich, dass dies mit viel Arbeit verbunden sei und jede helfende Hand benötigt werde. Es sei ein Kampf vergleichbar mit „David gegen Goliath“.

Die Mehrheit der Anwesenden ist gegen die Errichtung der Windkraftanlagen auf Gemarkung Pfronstetten, das machte die anschließende Diskussion deutlich. „Ob es wirtschaftlich ist, interessiert mich nicht, aber dafür umso mehr, dass es meine Lebensqualität und Gesundheit beeinträchtigen kann“ meinte einer der Anwesenden.  47 Unterschriften gegen Windkraft in Pfronstetten standen am Ende der Veranstaltung auf der Liste.

Thomas Wagner bedankte sich für das große Interesse und lud alle Unterstützer zum Stammtisch „Gegenwind Pfronstetten“  immer freitags um 20 Uhr ins Gasthaus „Rose“ nach Pfronstetten ein. eb