Nachdem die Wasserversorgung in Strohweiler und Grabenstetten nach einer Leckage in der Druckleitung vom Hochbehälter Hengen nach Grabenstetten am Mittwochnachmittag zusammengebrochen war, hat die Freiwillige Feuerwehr Römerstein in einem Kraftakt mit Unterstützung durch die Feuerwehren aus Lenningen und Münsingen eine Notleitung nach Strohweiler gelegt (wir berichteten). Grabenstetten konnte durch eine „Rückwärtsversorgung“ von Erkenbrechtsweiler her mit Wasser der Landeswasserversorgung am Netz bleiben.

Die Freiwillige Feuerwehr Römerstein ist seit Mittwoch im Dauereinsatz, um die Notleitung nach Strohweiler am Laufen zu halten. Wichtig ist dabei, das Wasser ständig im Fluss zu halten, um einer Vereisung der Leitung bei Minusgraden und Schneefall entgegen zu wirken. „Wir haben auch die zweite Nacht gut überstanden“, berichete Feuerwehrkommandant Albert Haas auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Auch die Freiwillige Feuerwehr Grabenstetten war in der Nacht zum heutigen Freitag ausgerückt, um ebenfalls eine Beipassleitung in Betrieb zu nehmen.

Inzwischen wurde auch ein erster Leitungsschaden behoben - allerdings nicht der eigentliche Hauptschaden. Zwischen Hengen und Grabenstetten verlaufen demnach zwei Leitungen. Während der Schaden an der Hauptleitung noch nicht behoben werden konnte, gingen die Verantwortlichen zunächst davon aus, dass die kleinere Leitung unbeschädigt sei. Doch auch in dieser Leitung fand sich ein Schaden. „Dort gab es ein etwa zehn Zentimeter großes Loch“, erklärte Römersteins Bürgermeister Matthias Winter. Dieser Schaden konnte inzwischen mit einer Manschette behoben werden - doch Entwarnung will der Bürgermeister noch nicht geben. „Wir müssen erst prüfen, ob die Leitung nun tatsächlich funktioniert“, betont Winter. „Es sieht aber wirklich gut aus, dass wir den Feuerwehreinsatz anschließend beenden können.“ Würde zumindest eine der beiden Leitungen wieder funktionieren, könnte die Wasserversorgung im Laufe des Tages wieder ohne die Schlauchleitungen der Feuerwehr funktionieren.

Weiterhin gilt deshalb, dass die Einwohner Strohweilers das Wasser abkochen sollten, da die Schlauchleitungen der Feuerwehr nicht der Trinkwasserverordnung entsprechen.